Schwester

Schwester

Eine Performance von Lulu Obermayer mit Rachel Troy

Uraufführung am 28. Februar 2026 um 20:00 Uhr im HochX
Weitere Vorstellungen am 2. und 3. März 2026 um jeweils 20:00 Uhr
Dauer: 75 Minuten

„Schwester“ ist ein Musiktheaterprojekt von Lulu Obermayer, in dem es um Schwesternschaft, Gemeinschaft und das Leben in Frauenklöstern  geht. Sie beschäftigt sich mit Glauben, Wissen und die Praxis von Spiritualität, die dort seit vielen Jahrhunderten weitergeben wird. Die Performance erforscht eine eigene Perspektive auf klösterliches Zusammenleben und das heutige Verschwinden monastischer Gemeinschaften, und untersucht dabei einen historischen und zugleich gegenwärtigen Frauenraum, der ästhetische, politische und spirituelle Resonanz entfaltet.

Ausgehend von zwei Opern, „Suor Angelica“ von Giacomo Puccini und „Dialogues des Carmélites“ von Francis Poulenc, arbeitet die Performance mit deren musikalischen Strukturen und Libretti. Gebete und liturgischen Gesängen werden  mit elektronischer Musik von Pantha Du Prince verbunden. Historische Texte und autobiografische Schriften von Ordensschwestern, sowie eigene Erfahrungen spielen eine wichtige Rolle. Lulu Obermayer, besuchte selbst eine Klosterschule und absolviert mehrfach Aufenthalte in Klöstern. Im Austausch mit Ordensfrauen, insbesondere den Zisterzienserinnen von Kloster Mariazell, entstehen musikalische, soziale und spirituelle Linien, die die Opernvorlagen neu rahmen.

Mitwirkende
Künstlerische Leitung und Performance: Lulu Obermayer
Musikalische Leitung: Hendrik Weber (Pantha Du Prince)
Technische Leitung: Michele Piazzi
Set-Design: Benjamin Röder
Outside Eye: Bastian Zimmermann
Maske: Marlena Fink
Fotos: Julian Baumann
PR: Kathrin Schäfer

Tickets zu 30€ I 20€ I 10€ I 6€
unter https://t.rausgegangen.de/tickets/lulu-obermayer-schwester

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Lulu Obermayer (*1989, München)
arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Oper, Theater und Choreografie. Sie verwebt Fakten und Anekdoten aus der Theatergeschichte, um grundlegende Fragen zur Handlungsfähigkeit und Darstellbarkeit auf der Bühne zu stellen. Der europäische Kanon dient ihr dabei als Reibungspunkt, um verborgene Potenziale freizulegen, dominante Erzählstränge zu transformieren und unsichtbar gemachte Perspektiven ans Licht zu bringen. 

Nach ihrer Schauspielausbildung an der Professional Performing Arts School, dem Lee Strasberg Institute und dem Stella Adler Studio in New York City sowie einem Erasmus-Aufenthalt in Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, schloss sie ihren BA in Contemporary Performance Practice am Royal Conservatoire of Scotland ab. Ihren Master absolvierte sie 2017 im Studiengang Solo Dance and Authorship am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz (HZT) in Berlin.

Obermayers Arbeiten wurden international gezeigt, darunter am Steirischen Herbst (Graz), Theater Neumarkt (Zürich), O.Festival (Rotterdam), Buzzcut Festival (Glasgow), DeSingel (Antwerpen), Sophiensaele und HAU2 (Berlin), Münchner Kammerspiele, HochX (München), Highways Performance Space (Los Angeles) und Batard Festival (Brüssel).

Zu ihren zentralen Werken gehören die Trilogie basierend auf Puccini-Opern „Tosca“ (2016), „Manon Lescaut“ (2017), „The Girl(s) of the Golden West“ (2018)), „L’Opra Fatale“ (2020), eine Performance über Mörderinnen, die an der Oper Graz uraufgeführt wurde, sowie die achtstündige Performance „Frauenliebe und Leben“ (2022), basierend auf Schumanns Liederzyklus, die am DeSingel in Antwerpen aufgeführt wurde. Mit „Backstage“ (Theater am Neumarkt, Zürich 2023), einem Duett über das Cabaret Pfeffermühle und Figuren wie Erika Mann, Therese Giehse und Josephine Baker, setzte sie ihre Auseinandersetzung mit Exil und Theatergeschichte fort, die in der Solo-Performance „EXILE“ (2023, O.Festival Rotterdam) weitergeführt wurde.

Ihre jüngsten Arbeiten umfassen die Performance „Agoraphobia“ (2023), die den Steirischen Herbst auf dem Schlossberg in Graz eröffnete und Männlichkeit in der Oper thematisierte, sowie das Solo „Death Valley Junction“, das die künstlerische Praxis der Tänzerin Marta Becket in den Fokus rückt. Sie entwickelte es 2022 für die Tanztage (Sophiensaele, Berlin) und wurde dafür zum 10 tage Freischwimmen Festival (Stuttgart) sowie zum Rodeofestival (München) eingeladen. Die achtstündige Performance „(a kind of) Requiem“ (2023)  für eine 20-jährige Sängerin basiert auf „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms, welche beim Buzzcut Festival in Glasgow uraufgeführt und anschließend in Zürich und Genf präsentiert wurde. Zuletzt entwickelte und spielte Lulu Obermayer zusammen mit Rachel Troy die Performance „Rachel und ich“, die im Januar 2025 im HochX zur Uraufführung kam und im Theater Rampe in Stuttgart und in den Sophiensaelen Berlin zu sehen war. Im Mai 2025 wurde die Produktion zum Festival Radikal jung 2025 eingeladen und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Lulu Obermayer war 2020 für den Caroline-Neuber-Preis und die Forecast Platform nominiert. Sie war von 2022 bis 2023 Teil des Freischwimmen-Netzwerks und ist 2025/2026 Mentorin der 10. Edition der Forecast Platform.

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