Minetti

von Thomas Bernhard

Premiere am 11. April 2019 um 20.00 Uhr im Theater Blaue Maus (Elvirastraße 17 A, 80636 München)
Weitere Vorstellungen: 12., 18., 19., 22., 25., 26., 27. April 2019 um jeweils 20.00 Uhr 
sowie am 28. April 2019 um 18.00 Uhr

Tickets: 18 € / erm. 12 €
VVK/Reservierung unter 089.18 26 94 
oder http://theaterblauemaus.de/reservierungen

Alois Michael Heigl
Studium und Schauspielausbildung in München. Regieassistent am Residenztheater München. Spielleiter an den Bühnen der Stadt Bonn, Städtische Bühnen Essen, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Hannover.
Schauspieldirektor am Staatstheater Wiesbaden. Gastinszenierungen an den Kammerspielen München, Schillertheater Berlin, Staatstheater Stuttgart (»Über allen Gipfeln ist Ruh« von Thomas Bernhard), Städtische
Bühnen Frankfurt (»Vor dem Ruhestand« von Thomas Bernhard ), Staatstheater Wiesbaden (»Der Schauspieldirektor« von Thomas Bernhard ), Volkstheater Wien, Schauspielhaus Zürich.
Arbeiten in der Freien-Szene München: »Marieluise, oder die Rückseite der Rechnungen«, ein Stück über die Dichterin Marieluise Fleisser von Kerstin Specht. »Niemand wünsche ich, er wäre ich. Nur ich bin imstande, mich zu ertragen«, ein Projekt über den Dichter Robert Walser. »Ich liebe das wogende Auf und Ab des tosenden Weltenmeeres«, Lieder und Texte von Frank Wedekind.

Gerd Lohmeyer
Ausbildung zum Schauspieler an der heutigen UDK Berlin, lebt seit 1986 in München. Zuvor Stationen in Dortmund, Freiburg, Staatsschauspiel Hannover. Dabei leitete und spielte er auch immer eigenständige Theaterproduktionen. In München Theaterengagements an allen großen Bühnen (Münchner Volkstheater, Staatsschauspiel, Münchner Kammerspiele, dort Regie 2001, Theater am Gärtnerplatz von 1996 bis 2006 als Gast).
Tätigkeit in der Freien Szene: Teamtheater, dort »Aus dem Leben eines Taugenichts«, »Der Weltverbesserer« (Thomas Bernhard) im TamS-Theater: als Regisseur und Schauspieler (96  Karl- Valentin: »Weltuntergang – Riesenblödsinn«, tz Jahresrose und Endauswahl für das Berliner Theatertreffen 98, »Die Blusen des Böhmen« von Robert Gernhardt, wieder Endauswahl für das Berliner Theatertreffen, 1999 »Er nicht als er« von Jelinek, ausgezeichnet mit dem AZ- Stern des Jahres.
2001 Münchner Kammerspiele »Die wundersame Überquerung der Würm« nach Philip Arp.
Seit 2001 Zusammenarbeit mit dem Metropoltheater »Die drei Leben der Lucie Cabrol«, Bayerischer Theaterpreis, sowie weitere Regie- und Schauspieler- Arbeiten, derzeit noch: »Unter dem Milchwald«, »Der Sammler der Augenblicke«, »Cherubim« und »Zwei alte Mimen warten in der Kantine auf…«.
Von 2004 bis 2016 Tätigkeit als Schauspieler und Regisseur bei den Luisenburger Festspielen Wunsiedel (2005 Titelrolle. »Der Diener zweier Herren«, Regie Jörg Hube, 2016. Er führte Regie bei der Uraufführung: »Jean Paul Jetzt« von Werner Fritsch.
Von 2007bis 2017 Arbeiten als Schauspieler beim Garmischer Kultursommer.
2015 »Robert Walser« im Theater Viel Lärm um nichts, erste Zusammenarbeit mit Alois-Michael Heigl.
Arbeiten als Schauspieler in Film und TV: »Die Hausmeisterin«, »Ein Haus in der Toscana«, »Emeran«, »Das Amt«, »Die Rosenheim Cops« »Der Schuh des Manitu«, Seit 2010 als Michael Gerstl in »Dahoam is dahoam«.
2018 Zusammenarbeit mit Robert Spitz im Theater Blaue Maus bei dessen Inszenierung »Mutter Sprache« von Werner Fritsch.
Mehr Infos: https://www.agentur-jovanovic.de/actors/gerd-lohmeyer/

Andreas Bittl
Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg arbeitete er unter anderem am Wiener Burgtheater, dem Bayerischen Staatsschauspiel München, dem Schauspielhaus Düsseldorf sowie dem Bochumer Schauspielhaus. Zudem war er Musikalischer Leiter bei Produktionen am Theater Bonn, Staatstheater Schwerin und am Pfalztheater Kaiserslautern. Zusammen mit Liesl Weapon ist er jedes Jahr zur Weihnachtszeit mit ihrem erfolgreichen Programm »A Weihnachtsgschicht« zu sehen, 2018 übernahm er in der Komödie im Bayerischen Hof die Rolle des Dr. Johannes Pfeiffer in »Die Feuerzangenbowle«. Andreas Bittel glänzte auch in der Hauptrolle der dementen Bäuerin in Ringsgwandls Stubenoper »Der varreckte Hof«, einer Produktion des Münchner Lustspielhauses, und spielte im Kinofilm »Wackersdorf«, der auf dem Münchner Filmfest 2018 seine Premiere feierte.
Dem Fernsehpublikum ist er aus Serien wie »Tatort«, »München 7«, »Hubert und Staller« oder dem Kaiser von »Schexing« bekannt und im Herbst 2018 war er bereits zum vierten Mal im »Komödienstadel« im Bayerischen Fernsehen zu sehen.
Mehr Infos: http://www.schauspielervideos.de/fullprofile/schauspieler-andreas-bittl.html

Regie: Alois-Michael Heigl
Musik: Andreas Bittl
Licht, Ton, Projektion: Phillipp Kolb
Kostüme und Raum: Martina Bieräugel, Alois-Michael Heigl
Produktion: Theater Blaue Maus
Fotos: Franziska Hund, Volker DerlathAufführungsrechte: Suhrkamp Verlag Berlin

Schauspielkünstler: Gerd Lohmeyer
Faktotum: Andreas Bittl
Junges Mädchen: Birgit Werner

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshaupstadt München.

Dank an Kontrapunkt Klavierwerkstatt, Andreas Bücherl, Designbüro Franziska Hund und International Munich ArtLab.


»In einem einzigen Augenblick die ganze klassische Literatur zeigen, wahrnehmen und dann zerstören, vernichten, gleichzeitig.«

Thomas Bernhard hasste und liebte das Theater. Sein Stück »Minetti« ist kein Porträt über den Schauspieler Minetti. Es ist ein Angriff auf unseren Kulturbetrieb und die Art und Weise, wie Politik, Gesellschaft und die Künstler selbst sich damit auseinandersetzen.
Unser Schauspielkünstler verteidigt seine künstlerischen Prinzipien und kämpft auf seine Weise gegen das ihm zugefügte Unrecht. Sein Gesprächsopfer ist das übrig gebliebene Faktotum des Strandhotels Oostende. 
Das Theater Blaue Maus wird zum abgetakelten Welttheater. Schneesturm vor der Küste von Oostende dringt in das heruntergewirtschaftete Strandhotel. Die Masken aus der Silvesternacht tauchen auf. Stehlen sie uns unser Gesicht? »In einem fürchterlichen Augenblick habe ich die Maske aufgesetzt, lebenslänglich. Wir fürchten, was wir nicht sehen.« Ein junges Mädchen wie aus einer anderen Welt erscheint. Ist es Cordelia, die verstoßene Tochter aus Shakespeares »König Lear«, oder ist es der Tod, die Auslöschung? 
Alptraum und Wirklichkeit verschmelzen zu einem grandiosen tragisch-komischen Totentanz und Oratorium. 

»In der Finsternis wird alles sichtbar.« 

Text: Alois-Michael Heigl


Weitere Informationen: http://theaterblauemaus.de

Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben werden!

von Emre Akal

Uraufführung am Do., 21. November 2019 um 20 Uhr im AYSE X Staatstheater.
Weitere Vorstellungen am 22., 23. und 24. November 2019 um jeweils 20 Uhr

Karten: 18 € / erm. 10 € 
Reservierung:
Tel.: 089.90 155 102 (Anrufbeantworter)
unter www.hochx.de

Schauspiel: Jasmina Musiæ, Melek Erenay, Željko Maroviæ, Çaðlar Yiðitoðullarý, Adi Hrustemoviæ, Erkin Akal, Mara Widmann

Regie und Text: Emre Akal
Künstlerische Kollaborateur*innen der Regie: Paulina Platzer, Valentin Walch.
Dramaturgie: Guido Huller
Künstlerische Kollaborateur*in der Dramaturgie: Antigone Akgün
Bühnenbild: Xaver Unterholzner
Kostüm und Maskenbild: Melina Poppe
Visual Artist/ Bühne: Kazim (Künstlerduo: Mehmet und Kazim)
Musik und Sound: Mathis Nitschke
Lichtdesign: Rainer Ludwig
Pressearbeit: Kathrin Schäfer 
Künstlerische Produktionsleitung:Rat&Tat Kulturbüro

Eine Produktion des AYSE X Staatstheaters www.ayse-x-staatstheater.de
in den Räumlichkeiten des HochX, Entenbachstraße 37, 81541 München
Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München.

Vielen Dank für die Unterstützung an Bahar Auer und Ferdinand Leopolder

Irgendwann in einer unvorstellbar fernen Zukunft: Menschen von morgen, die sich durch den Untergang an den Anfang einer neuen Zeit gerettet haben, treiben über Generationen hinweg auf dem Meer aus Plastikmüll vergangener Epochen vor sich hin. Wo über die Jahrtausende Ruinen, Mosaike und Statuen hinterlassen wurden, erinnern nur mehr Berge aus Plastik an unser glorreiches Jahrhundert des Fortschritts. Mittendrin: sie, die Übriggebliebenen. Sie wissen: nichts. Und im Schutt von gestern begeben sie sich auf die Suche nach einer Genesis, nach der Anleitung für eine neue bessere Welt.

Ausgehend von einer allgegenwärtig spürbaren Endzeitstimmung fragen Emre Akal und sein Team danach: Was kommt nach der vorstellbaren Zukunft, nach dem Zusammenbruch der liberalen Demokratie und dem alten Europa, wie wir es kannten? In einer formal abstrakten Bilderwelt lässt Emre Akal dabei die Zukunft sich an der Vergangenheit reiben, den Menschen von Morgen im Schutt der Erinnerung wühlen, um aus den Trümmern der Vergangenheit, den Entwurf einer Gesellschaft von Morgen zu erschaffen – stets daran denkend: Was hinterlassen wir als Gesellschaft heute, den Menschen der Zukunft und werden sie aus unseren Fehlern gelernt haben? Was bleibt von… uns?

Emre Akal lebt als Autor & Regisseur im Spannungsfeld zwischen München, Berlin und Istanbul. Mit seiner ersten Arbeit »Die Schafspelzratten« erhielt er 2012 eine Debutförderung der Stadt München. Es folgten drei Stipendien der Stadt München, ein Dramatikerstipendium am DiverCITYLAB in Wien und die Teilnahme am einjährigen Dramenlabor des Westfälischen Landestheaters. Seine Arbeiten waren unter anderem am Theater Rampe in Stuttgart, dem Werk X in Wien, dem Stadttheater Bakýrköy, dem Tatavla Sahnesi in Istanbul, dem Kaltstart Theaterfestival in Hamburg, an den Münchner Kammerspielen und am Maxim Gorki Theater in Berlin zu sehen. Sein Stück »Ostwind« erhielt 2015 den Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg und gastierte 2016 an den Münchner Kammerspielen. 2016 entwickelte er mit Nurkan Erpulat das Stück »Love it or leave it!« am Maxim Gorki Theater Berlin. Darauffolgend schrieb er das Stück »Homo« für die Neue Bühne Villach und entwickelte mit Hakan Savas Mican das Stück »Die Eroberung des goldenen Apfels« am Landestheater Niederösterreich. Im Mai 2017 gewann er zusammen mit Rieke Süßkow für »Oh, wie schön ist Panama« den mit 5.000 Euro dotierten Jurypreis des Nachwuchswettbewerbs Theater Drachengasse in Wien, das Anfang 2018 aufgeführt wurde. In München waren zuletzt seine Stücke »MUTTERLAND …stille« (November 2017) und »Frau F. hat immer noch Angst« (Januar 2019), die beide im HochX uraufgeführt wurde, zu sehen.

Rain Man

nach dem Oscar-gekrönten Hollywoodfilm von Dan Gordon

Premiere am Donnerstag, 18. Mai 2023 um 20:00 Uhr im Zentraltheater
(Paul-Heyse-Straße 28, 80336 München)
Weitere Vorstellungen am 19., 24., 25. und 29. Mai 2023 um jeweils 20:00 Uhr

Regie: Ulf Goerke
Mit: Frangiskos Kakoulakis, Thimo Meitner, Patricia Ivanauskas

Tickets: 20 € / erm. 15 €
Reservierung: www.zentraltheater.de

Ulf Goerke I Regie 
Nachdem er mehrere Jahre als Schauspieler tätig war, absolvierte Ulf Goerke ab 2001 ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, das er 2005 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding erfolgreich abschloss.
Seine Inszenierung »Phaidras Liebe« wurde zur Körber Stiftung ans Hamburger Thalia Theater eingeladen, seine Diplominszenierung »Der Mann ohne Vergangenheit« zu den sächsisch-anhaltinischen Theatertagen. Die Uraufführung von »Neue Vahr Süd« wurde von der Fachzeitung Die Deutsche Bühne zur Off- Inszenierung des Jahres 2008 gekürt und 2008 zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen. Neben seiner Arbeit an Stadt- und Staatstheatern u.a. in Augsburg, Braunschweig, Darmstadt, Düsseldorf, Nürnberg, Regensburg, Tübingen, Ulm und Würzburg gründete er 2009 zusammen mit Matthias Appelfelder anstart.org.
Außerdem ist Ulf Goerke als Gastdozent für Schauspiel und Regie an der Theaterakademie August Everding, der Otto Falkenberg Schule, der Akademie der Bildenden Künste München und der Schauspielschule Zerboni tätig.
In München führte er Regie bei der Freien Bühne München und der Kulturbühne Spagat .
Im Zentraltheater inszenierte Ulf Goerke zuletzt im April 2019 das Rechercheprojekt »bruder gier«.

Mehr Infos hier: www.ulf-goerke.de
 


Frangiskos Kakoulakis 
Jahrgang 1998, absolviert seine Schauspiel-Ausbildung an der Akademie der Freien Bühne München. Er sammelte erste Erfahrungen bei den Schulaufführungen an der künstlerisch orientierten Friedel-Eder-Schule. Seit 2015 ist er Mitglied einer Ausdrucks-Tanz-Gruppe in der Offenen Behindertenarbeit in München/Freising. Im Sommer 2018 nahm er am inklusiven Workshop „Wie hoch ist Augenhöhe“ der Otto Falckenberg Schule teil. Nachdem er 2018 als Woyzeck die Titelrolle spielte, war er 2019 auch in dem Stück „Lulu“ zu sehen und spielte eine Komparsenrolle in der Fernsehserie „Um Himmels Willen“. Ab 2020 ist er Schauspieler an den Münchner Kammerspielen.
Mehr Info hier: https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/1107-frangiskos-kakoulakis
 

Thimo Meitner 
Jahrgang 1994, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.
Es folgten Theaterengagement in Esslingen, Stuttgart, Berlin und Düsseldorf. Er war in zahlreichen TV und Kino-Produktionen zu erleben, z.B in „SOKO“, „WaPo Bodensee“ sowie in den Serien „Ein Fall für B.A.R.Z.“ und „Der Alte“. Thimo Meitner spielte bei „In aller Freundschaft“ mit und auch in Serien wie „8 Tage“ und „Die Neue Zeit“. 2020 war er dann für sechs Episoden in „Babylon Berlin“ zu sehen und ein Jahr später in „Charité“. Zuletzt war er an der Seite von Sonja Gerhardt und Fritz Karl in „Das Wunder von Kapstadt“ zu sehen.

Mehr Info hier: https://www.studlar.de/schauspieler/thimo-meitner
 

Patricia Ivanauskas 
wurde in Wien geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule spielte sie in vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. in „Letzte Spur Berlin“, „Paartherapie“ und im Tatort „Auf Anfang“. In München stand sie bereits im Theater Viel Lärm um nichts in „Frankenstein“ auf der Bühne sowie in „Punk Rock“ im Münchner Hofspielhaus.

Mehr Info hier: https://www.schauspielervideos.de/fullprofile/actress-patricia-ivanauskas.html 

Autohändler Charlie Babbit reist zur Beerdigung seines Vaters, den er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte. Seine Hoffnung auf eine üppige Erbschaft wird allerdings enttäuscht, denn der Verstorbene hat sein Vermögen von mehreren Millionen Dollar einem anonymen Erben in einer Klinik hinterlassen. Mit einem Buick Roadmaster, seinem Erbschaftsanteil, macht er sich auf den Weg und versucht der Sache auf den Grund zu gehen und begegnet so seinem autistischem Bruder Raymond, von dessen Existenz Charlie bislang überhaupt nichts wusste. Er entführt den Bruder und will ihn zur Überschreibung seines ihm vermeintlich zustehenden Anteils bringen. Auf der tagelangen, durch Raymonds Flugangst bedingten Autofahrt von Cincinnati nach Los Angeles muss Charlie erkennen, dass Raymond ein empfindsamer Mensch ist, der sich mit Abweichungen von seinem gewohnten Lebensrhythmus kaum arrangieren kann. Doch Raymond verfügt über verborgene, an Genialität grenzende Begabungen – was den beiden einen überwältigenden Gewinn im Casino von Las Vegas einbringt. Und Raymonds durch ein Schockerlebnis ausgelöste Erzählungen sind für den jüngeren Bruder nicht nur der Schlüssel zur längst verdrängten Kindheit; sie verwandeln den coolen Egozentriker Charlie allmählich auch in einen anderen Menschen…
Diese behutsam in die Gegenwart adaptierte Theaterfassung erzählt in dramatischer und konzentrierter Weise die Story des Oscar-prämierten Kinoerfolges aus dem Jahre 1988. 

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Paris, Texas

Nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders

Nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders

Premiere am Donnerstag, 15. September 2022 um 20:00 im Zentraltheater
(Paul-Heyse-Straße 28, 80336 München)
Weiter Vorstellungen am 16., 21., 22., 26., 27. September 2022

Tickets: 20 € / erm. 15 €
Reservierung: www.zentraltheater.de

Regie: Josef Rödl
Mit: Michele Cuciuffo, Luisa Böse, Daron Yates, Lance Kalota
Fotos: Philipp Kastner

Josef Rödl (Regie)
arbeitet als Film-, Fernseh- und Theater-Regisseur, schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen, Musiktheaterlibretti und Theaterstücke.
Für seine Filme wurde Josef Rödl mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet; so sorgte er bereits mit seinem HFF-Abschlussfilm »Albert – Warum?« (1978) für Aufsehen. Für diesen Film erhielt er den Deutschen Filmpreis / Regie, den Preis der internationalen Filmkritiker FIPRESCI, den Preis der Deutschen Filmkritiker, die Golden Plaque of Chikago und Otto-Dibelius-Preis zur Berlinale. Bei den Filmfestspielen in Cannes zeigte er im Rahmen der ‚Quinzaine des Realisateurs’ die Uraufführung von »Grenzenlos« (1983), der auf dem Filmfest in Locarno den „Preis des Jungen Kinos“, sowie den Preis für den ‚Besten Hauptdarsteller’ erhielt.

Für das Fernsehen arbeitet er in allen Genres. Er drehte diverse Folgen der Krimireihe Tatort (Autor, Regisseur) z.B. »Schattenwelt« mit Bruno Ganz, sein Tatort »Alles Palermo« wurde in der Reihe ‚Beste Tatorte’ aufgenommen wurde. Für »Ein Richter in Angst« (ebenfalls mit Bruno Ganz), aus der Reihe »Anwalt Abel« wurde er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Einige seiner Fernsehfilme wurden zu nationalen und internationalen Filmfestivals eingeladen (Hof, München, Berlinale ‚Deutsche Reihe’, Göteborg, USA u.a.). Josef Rödl wurde außerdem mit dem Filmpreis der Stadt Hof / Hofer Filmtage ausgezeichnet. Von der AZ wurde er mit dem ‚Stern des Jahres’ ausgezeichnet. Rödl führte auch Regie bei TV-Kabarettsendungen für den BR sowie für freie Videoproduktionen.

Für das Theater inszenierte Josef Rödl 1999 die Uraufführung der Kammeroper »Albert Warum? « von Enjott Schneider nach seinem gleichnamigen Film am Theater Regensburg, sowie 2000 »An der schönen blauen Donau« von Franz Hummel und »Fräulein Julie« von Antonio Bibalo, das zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen wurde. 2009 führte er Regie bei der Uraufführung seines Theaterstücks »Tage wie Nächte« im Metropoltheater, München, das mit dem AZ-Stern und der TZ-Rose ausgezeichnet wurde. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Wiederaufnahmen und Gastspiele, u.a. in Regensburg, Beratzhausen, Wasserburg (Festival der Best of Bay. Off-Theater). In München inszenierte das Stück 2017 für das Zentraltheater neu. Außerdem inszenierte er 2010 am Residenztheater bei »ALKAID“ von Frank Markus Barwasser, für den er alias Erwin Pelzig 2018 für sein Bühnenkabarett »Weg von hier« Regie führte.
Zuletzt war im Zentraltheater 2020 seine Inszenierung von »Angst essen Seele auf« nach dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder zu sehen.


Michele Cuciuffo (Travis)
war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und am Münchner Residenztheater. Spielte in Kinofilmen wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl«und TV-Produktionen wie »Tatort«.Am Zentraltheater spielte er 2020 in »Angst essen Seele auf« nach dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder. 2021 führte er Regie bei »Unter Verschluss« von Pere Riera aus dem Katalanischen von Philipp Löhle.

Luisa Böse (Jane)studiert seit 2019 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und ist 2021 Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. Sie war bereits am Landestheater Schwaben, Volkstheater Rostock auf der Bühne. Im Fernsehen stand sie 2019 bei Checker Julian in »Der Schauspiel-Check« und in mehreren Kurzfilmen vor der Kamera. Als nächstes wird sie im Tatort Bremen zu sehen sein.

Daron Yates (Walt)
war bereits am Residenztheater, Schauspiel Köln, Metropoltheater München, Théatres de la Ville de Luxembourg engagiert und zuletzt in »Der Schuh des Manitu« am Landestheater Salzburg und am Deutsches Theater München sowie bei »Fack ju Göhte« am Werk7 zu sehen. Er spielte in Kino- und TV-Filmen sowie in TV-Serien wie »Hubert & Staller«, »Soko München« und »München 7«.

Dieses ungewöhnliche Road Movie (nach einem Drehbuch des Pulitzer Preisträgers Sam Shepard) erzählt die Geschichte von Travis, einem Mann, der eines Tages in der glühenden Hitze des „Big Bend“ aus Mexiko nach Texas hinüberwandert. Travis spricht kein Wort. Und auch sein Gedächtnis scheint er weitgehend verloren zu haben. Aber er ist getrieben von dem Wunsch, seine Familie wiederzufinden. 

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Raritäten (Seltene Sachan)

von und mit Stephan Zinner

Premiere am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 20 Uhr im Lustspielhaus
Weitere vorstellungen am 7., 8. und 9. Februar um jeweils 20 Uhr im Lustspielhaus
Einlass: 18 Uhr

Tickets: 28,20 €
VVK: https://tickets.muenchenticket.net/online/index.php?wes=empty_session_136&performanceid=322791

In einem kleinen Hotel in Ostfriesland, ganz nah am Ende der Welt, entstand das 5. Kabarett-Programm von Stephan Zinner. Gezeichnet von den Erfahrungen der vorhergehenden Tage mit wilden Begegnungen mit jammernden, deutschen Rentnergruppen in karierten Dreiviertelhosen aus denen Steckerlhaxen mit Trekkingsandalen herausschauten, aus denen wiederum Zehen mit ungeschnittenen Fußnägeln herauslugten und dem versehentlichen Genuss eines Getränks Namens „Jever Fun“ während des WM Vorrundenspiels Deutschland – Mexiko schwante dem 1974 in Trostberg in Oberbayern geboren Wahlmünchners etwas: Die Zeiten ändern sich.Wo sind all die Bienen hin? Wo verstecken sich die guten Schiebertänzer? War früher alles besser? Auf gar keinen Fall – lautet die Antwort. Doch ein paar Dinge vermisst er dann schon, der Chiemgauer Zinner… und mit diesem Programm macht er sich auf die Suche nach Seltenem, Wertvollem, Liebgewonnenem. Dabei streift er natürlich auch ganz aktuelle Themen wie die gute Münchner Luft, das Psychiatriegesetz und „dass es mit dem Söder schon oft ein Kreuz ist“. Vom Genre her bewegen wir uns im Musikkabarett, d.h. mit Liedern muss gerechnet werden. Ein Begleitmusiker ist während des gesamten Abends zugegen. Eine gewisse Dialektfestigkeit schadet dem Zuschauer zudem nicht, da er so die volle Breite und Tiefe des Programms miterleben kann. Die Spieldauer wird mit ca. 2 x 45 Minuten und Verlängerung je nach Neigungangegeben. In der Pause können Erfrischungen geordert werden. 
Rock on!

Mehr Infos und Tickets hier: https://www.lustspielhaus.de/kuenstler.php?p_id=3867&PHPSESSID=add1ebfbc8453aca35b2c6c5cf3f7bcb

Stephan Zinner wurde 1974 im oberbayerischenTrostberg geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er am Theater tätig, u.a. am Salzburger Landestheater und bei den Münchner Kammerspielen. Regelmäßig ist er im Film zu sehen, (u.a. „Räuber Kneißl“ und „Das Verschwinden“), in den Verfilmungen der Rita-Falk-Krimis (u.a. „Dampfnudelblues“ und „Sauerkrautkoma“) hat er die Rolle des Metzgers Simmerl. Bekannt ist Zinner zudem als Markus Söder bei den Nockherberg-Singspielen. Seit 2006 tourt er mit seinen Kabarettprogrammen.

Fotos: © Gerald von Foris

Mehr Infos hier: 
www.suedpolmusic.de/kuenstler/stephan_zinner
oder hier: www.zinners-seite.de

record play stop rewind

Eine Tonträger*in Performance von Annette Geller / MOM & Team 

Uraufführung am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 10:00 Uhr im Kulturzentrum „Einstein Kultur“
(Einsteinstraße 42, 81675 München)
Weitere Aufführungen am Do., 7. Februar um 10:00 Uhr 
sowie am Fr., 8. Dezember um 10:00 Uhr und 18:00 Uhr

Für alle ab 12 Jahren
VVK ab Januar 2019

Mit: Ceren Oran und Pascal Momboisse

Regie und Konzept: Annette Geller

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Dank an HochX Theater und Live Art und an das Kulturzentrum „Einstein Kultur“.  

Zum Stück
record play: Begebt Euch mit uns in die komplexe Welt einer Tonträgerin. Was, bitteschön, ist eine Tonträgerin? Eine Tonträgerin ist eine Archivarin von Stimme-Ton-Geräusch-Musik-Dokumenten der letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte. Sie erstellt Aufnahmen und interpretiert diese ad hoc neu, mittels einer geheimnisvollen Technik: sie macht in der Bewegung des Tonbandes die gespeicherte Zeit hörbar. Unsere Protagonistin geht der Frage nach, was berührt durch erneute Berührung, was bewegt durch erneute Bewegung. Was soll und darf bleiben? Was ist wichtig für das Hier und Jetzt? Die analoge Tonspeicherung unterliegt dabei typischen Störungen: Rauschen, Knacken, Verzerrungen und anderen Unvorhersehbarkeiten, wie zum Beispiel der Begegnung mit einem Fremden: stop rewind!
„Because the world is round, it turns me on“
Medienkompetenz meets künstlerische Praxis: Dem Wandel der Geschichte mit einem Augenzwinkern zuhören.

Annette Geller 
studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In den 1990er-Jahren sammelte sie Erfahrungen als Regieassistentin und Regisseurin am Thalia Theater Halle, einem der damals größten Kinder- und Jugendtheater in der „neuen“ Bundesrepublik. 
Sie inszenierte seither für die Kinder- und Jugendsparte u.a. in Halle, Stuttgart, Kassel und München.
Aus einem gemeinsamen Engagement am Thalia Theater Halle gründete Annette Geller 2003 zusammen mit KollegInnen MOM – MenschObjektMusik, eine Gesellschaft, die Projekte für ein junges Publikum erarbeitet. 
Seit drei Jahren entwickelt Annette Geller eigene Theaterproduktionen für junges Publikum.
Annette Geller arbeitet außerdem als Dozentin an der Volkshochschule München im Bereich Theater, und erarbeitet Konzepte für pädagogische Projekte. 
Das Projekt „Stranger than – aus Nachbarn werden Fremde“, bei dem sie als Kulturpädagogin maßgeblich beteiligt war, wurde mit dem Preis Mixed up 2017 der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V. und 2018 von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem BKM Preis für kulturelle Bildung ausgezeichnet.

Mehr Infos: http://annette-geller.de

Sei uns sicher

Theaterparcours von Gesche Piening 

Uraufführung
Freitag, 28. Juni 2024 ab 15.30 Uhr 
Samstag, 29. Juni 2024 ab 15.30 Uhr 
im ZIRKA (Dachauer Str. 110 c, 80636 München)

Der Parcours startet ab 15.30 Uhr alle 10 Minuten. 
Ein Parcours dauert von Start bis zum Ende 60 Minuten.
Bitte achten Sie beim Ticketkauf auf die Startzeit Ihres Parcours und seien Sie rechtzeitig vor Ort. 
Sollten Sie Ihren Slot verpassen, können Sie diesen nicht umbuchen und Ihr Ticket verfällt.

Karten: 6€ – 10€ – 20€ – 30€
Der Vorverkauf startet am 1. Juni 2024:
t.rausgegangen.de/tickets/shop/hochx-theater-und-live-art=sei+uns+sicher

Mitwirkende
Konzept, Text und Regie: Gesche Piening
Musikalische Leitung: Michael Emanuel Bauer
Dramaturgie: Katja Huber
Schauspiel: Michael Kranz
Komposition: Michael Emanuel Bauer, Mathis Nitschke, Patrick Schimanski, Hannes Strobl
Musiker: Anno Kesting, Caio de Azevedo
Raum: Gabi Blum, Klaus Dietl, Stephanie Müller
Duft und Geruch: Jan Fockenbrock
Audio: Dennis Schmidt
Video: Lionel Dante Dzaack
Licht: Wolfgang Wiefarn
Grafik: Jeannette Kummer
Presse: Kathrin Schäfer KulturPR
Produktion: Elsa Büsing

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. 
In Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk / Bayern 2 und dem HochX. 
Mit freundlicher Unterstützung vom Zirka.


Gesche Piening
ist eine Theater-, Radio- und Kunstschaffende, die in ihren künstlerischen Arbeiten gemeinsam mit ihren interdisziplinären Teams immer wieder neue Ästhetiken und Arbeitsweisen erforscht. Ihre Theater- und Radioarbeiten sind bundesweit in diversen Theaterhäusern und auf Festivals zu sehen und überschreiten die Grenzen zwischen Theater, Literatur, Bildender Kunst und Hörfunk. 
Piening setzt sich in ihren Arbeiten stets mit aktuellen gesellschaftspolitischen und sozialen Fragestellungen auseinander und verarbeitet diese in collagenhaft montierten Texten für die Bühne und fürs Radio. 
Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Ödön von Horváth-Preis – zuletzt erhielt 2023 mit dem „Hörspiel des Monats“ der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 2022 mit dem „Münchner Sozial Courage Medienpreis“. 2021 war sie eine der drei Finalist*innen für den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ und 2020 auf der Shortlist des großen „Deutschen Hörspielpreis der ARD“. 
Gesche Piening lebt und arbeitet in München.

Aktuelle Arbeiten: 
Wie viele Tage hat das Leben“ (Produktion: BR / DLF Kultur) 
Wes Alltag Antwort gäb“ (Produktion: BR / DLF Kultur) 

Vorschau 2024: 
Die Könige spielen die anderen„, Ursendung auf DLF Kultur am 17. November 2024 auf DLF Kultur.
Sei uns unser sicher sicher„, Ursendung AUF BR, Bayern 2, Ende 2024.


Weitere Informationen unter:
www.geschepiening.de

Zum Stück

Sicherheitshalber betrachte ich mein Sicherheitsempfinden als subjektiv und mein Unsicherheitsempfinden als objektiv. So bleibe ich wachsam und tendenziell misstrauisch. Das ist gut. Diese Strategie sichert mir eine gewisse Ruhe gegenüber meiner Unruhe. Sicherheit kostet, aber ich bin bereit zu zahlen.

Die Angst vorm Wolf mag durch die vorm Einbrecher oder Nachbarstaat ersetzt worden sein, Warnrufe und Keule durch Alarmanlage und Drohne. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte lässt sich immer wieder feststellen: Die Welt – und damit unser Leben – wird unsicherer

In einem allen Sicherheitsvorkehrungen der Stunde gerecht werdenden Parcours konfrontiert Sie in »Sei uns sicher« mit der veränderten Sicherheits- und Risikowahrnehmung des 21. Jahrhunderts und wird Ihrem Bedürfnis nach Schutzräumen und in sich geschlossenen Gedankengebäuden 150prozentig gerecht. Setzen Sie sich im risikofreien Ambiente von sechs Panikräumen mit gemachten und gewachsenen Ängsten auseinander und rüsten Sie sich für die Schutz- und Sicherheitsbedürfnisse unserer Zeit.

Es wäre so viel einfacher, wenn Gefahren jucken würden. Dann wäre man immer vorgewarnt und müsste sich nicht unausgesetzt fragen, ob akut Gefahr bestehen könnte. – Aber wer sagt mir, dass es mich dann nicht unausgesetzt und immer jucken würde?

see the music – and dance! Ein gelebtes Experiment

see the music – and dance! Ein gelebtes Experiment

Tanztheater von Johanna Richter 

Premiere am Freitag, 21. Juni 2024 um 20.30 Uhr im schwere reiter
Weitere Vorstellungen am Sa, 22. Juni und am So, 23. Juni 2024 um jeweils 20.30 Uhr 

Tickets: 20 Euro / ermäßigt 12 € 
VVK in Kürze über schwerereiter.de / rausgegangen 

Choreografie: Johannna Richter
Musik: Zoran Imširovic (Klavier), Conrad Hornung (Klangkunst) 
Performance: Conrad Ahrens, Erica D‘ Amico, Amie Georgson Jammeh, Chris-Pascal Englund-Braun 
Fotos: Mehmet Vanli

Johanna Richter 
Absolvierte ihre Ausbildung zur Bühnentänzerin an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München. Gleichzeitig studierte sie Theater- und Tanzwissenschaft an der LMU München, mit Abschluss Magister. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Choreographin und Tänzerin für Bühne, Film und Fernsehen im In- und Ausland. Wiederholt wurde sie zu internationalen Choreographen-Wettbewerben eingeladen. 
Mehrmalig erhielt sie eine Produktionsförderung für abendfüllende Tanztheater durch das Kulturreferat der LH München, die in Co-Produktion mit der Schauburg und dem Residenztheater verwirklicht wurden. 
Von 2003 bis 2017 war sie Choreographin in Residence an der Schauburg und wurde mit ihren Produktionen auf verschiedene Gastspiele im In- und Ausland, und interdisziplinäre Festivals eingeladen. Darunter 2004 zum „7. Theaterfestival in Sarajevo“, zu DANCE 2012, zu „Made in Germany“ Stuttgart 2014 und zum „Shakespeare Festival“ im Globe Theater, Neuss. 
Vielfach erhielt sie Kritiker- und Publikumspreise. 
Ihre letzte Produktion „For you my love!“ tourt seit 2017 als freie Produktion. 
Seit 1992 hat sie einen fester Lehrauftrag an der Otto Falckenberg Schule. 
Seit 1998 ist sie Mitglied des Vereins Münchner Choreographen Tanztendenz München e.V. 
2009 begründete sie die künstlerische Patenschaft für Schüler*innen mit Migrationshintergrund, und kreiert seitdem jährlich zusammen mit dem Choreographen Volker Michl und in Koproduktion mit dem Verein Mitsprache e.V. Tanztheater für Übergangsklassen.
2016 initiierte sie zusammen mit Birgitta Trommler als Künstler-für-Künstler-Inititaive die Plattform „HIER=JETZT für zeitgenössischen Tanz in München“, die seitdem jährlich für die junge freie Szene stattfindet.  Durch ihre langjährige Arbeit mit Schauspieler*innen, entwickelte sich ein choreographischer Stil, in dem weniger das abstrakte Bewegungsmaterial im Vordergrund steht, als vielmehr die Suche nach der Übersetzung menschlicher Geschichten in das Bewegungsrepertoire des Körpers. Wesentlich wird der Ort, der Zusammenklang mit anderen darstellenden Künsten, die tänzerische, wie spielerische Persönlichkeit mit ihren speziellen Charakteristiken ,und der größere Erzählbogen, der im abendfüllenden Tanztheater seinen Ausdruck findet. 

Mehr Infos: www.johanna-richter.com

Ein Abend mit zeitgenössischem Tanz und life Musik (Klavier und Sound) in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Zoran Imširoviæ und dem Klangkünstler Conrad Hornung, die in einer Fusion von klassischen Stücken mit modernen Beats, Zentrum für das Projekt sein werden. Sie gestalten eine musikalische Reise, in der, wie in einem „gelebten Experiment“ versucht wird, ob es möglich ist, Musik durch Bewegung und Tanz zu sehen, Geschichten und Bilder der Fantasie zu erleben, und schließlich, durch das unmittelbare Erlebnis physischer Performance, mit immer mehr sich steigernden Beats, gemeinsam in Bewegung zu kommen.  

Das Musik-/Tanztheater ist eine ausdrücklich Einladung auch an Publikum mit eingeschränktem Hörvermögen. 

Förderer
Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg 09, Bezirksausschuss Schwabing 04, Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, die Zauner Stiftung und Bezirk Oberbayern.
 

SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP

Ein Projekt von und mit Lucy Wilke und Paweł Duduś mit Musik von Kim Twiddle

Premiere am Donnerstag, 13. Februar 2020 um 20:00 Uhr im schwere reiter 
Weitere Vorstellungen: Sa. 15. (mit anschließendem Publikumsgespräch) und So., 16. Februar 2020 um jeweils 20 Uhr im schwere reiter  

Weitere Aufführungen: Sa, 24.10. und Di, 27.10.2020 um jeweils 20:00 Uhr in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Darsteller / Darstellerin Tanz
Ab Minute 10: Verleihung des FAUST am 21.11.2020
http://www.buehnenverein.de/de/der-faust/der-faust-2020/der-faust-die-verleihung-im-stream.html

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2021!
https://www.berlinerfestspiele.de/de/theatertreffen/programm/2021/auswahl/10er-auswahl.html

Die Aufzeichnung (mit Audiodeskription) wird am 24. Mai 2021 um 19 Uhr erstausgestrahlt, der Stream ist danach für weitere 24 Stunden verfügbar:
https://www.berlinerfestspiele.de/de/theatertreffen/programm/2021/audiodeskription/termine.html#scores_that_shaped_our_friendship
Im Anschluss um 20:05 Uhr: Nachgespräch und Künstler*innen-Ehrung

Idee & Konzept: Lucy Wilke und Pawel Dudus
Entwicklung & Performance: Lucy Wilke, Pawel Dudus und Kim Ramona Ranalter
E-Komposition & Bühnenmusik: Kim Ramona Ranalter 
Bühne: Theresa Scheitzenhammer, Alexander Wilke
Licht: Barbara Westernach
Outside Eye: Tamara Pietsch, David Bloom
PR: Kathrin Schäfer KulturPR
Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro
Assistenz: Maryna Mikhalchuk
Fotos: Martina Marini-Misterioso
Graphik: Ismail Berkel, Martina Marini-Misterioso, Theresa Scheitzenhammer

Lucy Wilke, geboren 1984, ist Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Autorin und Regisseurin. Sie schreibt Drehbücher, inszeniert Theaterstücke und führte Regie bei mehreren Kurzfilmen, u.a. mit dem Schauspieler Shenja Lacher und Lambert Hamel. Mit ihrer Band BLIND AND LAME tritt sie seit 2013 deutschlandweit auf.
Sie hat SMA (Spinale Muskelatrophie) und benutzt einen Rollstuhl. Lucy ist ein großer Fan von schwarzem Humor und Ironie und lebt für die Kunst und die Liebe. Sie ist ausgebildete Sprecherin und Sängerin. Ihre Bühnenausbildung erhielt sie am International Munich Art Lab. Als Performerin stand sie in einer der Hauptrollen für das Musical »EXTAZE« auf der Bühne. Es folgten unter anderem die Rolle der weißen Schwanenprinzessin beim Tanzensemble abArt in einer Interpretation von »Schwanensee«. 2017 spielte Lucy in der Theaterperformance »FUCKING DISABLED« unter der Leitung von David von Westphalen unter anderem im Pathos München, das auch zu RODEO 2018, dem Münchner Theaterfestival der Freien Szene, eingeladen war. 2018 tanzte sie in »ANTHROPOMORPHIA«, einer Produktion des Tanzlabor Leipzig im LOFFT Theater und sang in der un-label Show »SEIN- Show der Begegnung«. 2019 spielte sie die Phaidra in »PHAIDRA« von Monster Truck Produktion in den Sophiensälen Berlin und in den Münchner Kammerspielen. Mit THE AGENCY performte sie das Stück »MEDUSA BIONIC RISE« beim Radikal jung Festival in München und im PACT Zollverein in Essen. In der Staatsoper Athen und der Kölner Oper sang und spielte Lucy im selben Jahr solo in der Multimedia-Installation »Re-Construction« von un-label. Mit der internationalen Produktion LANDS OF CONCERTS arbeitet sie momentan in verschiedenen Ländern Europas an einer neuen Performance.
2020 zeigte Lucy ihr eigenes Tanzdebüt »SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP« zusammen mit Pawel Dudus im schwere reiter in München und in den Münchner Kammerspielen. Für dieses Stück erhielt sie 2020 den Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Darstellerin Tanz. Seit Herbst 2020 ist sie festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. 

Paweł Duduś wurde an einem sonnigen Tag im August 1989 in Polen geboren. Ein Queer-Migrant-Feminist, der seine künstlerische Sprache anhand der Erfahrungen aus den Bereichen Tanz, Theater und Performance-Kunst gestaltet hat. Im Laufe der Zeit hat er an verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet, was zur Entwicklung einer größeren gesellschaftspolitischen Sensibilität beigetragen hat, die seine heutige künstlerische Arbeit beflügelt.
Eine der wichtigsten Lebens- und künstlerischen Erfahrungen, die Pawel Dudus beeinfluss that, war #onlyloveisreal – eine auf Freundschaft basierende Zusammenarbeit mit Laura Eva Meuris – ein laufendes Forschungsprojekt, das sich dem Thema Intimität, Liebe und (Selbst-)Fürsorge widmet.
Pawel Dudus hat sich intensiv mit dem Thema Sexualität befasst und sich dabei auf die Korrelation zwischen sexuellem Ausdruck und unserer Identität konzentriert sowie nach Wegen gesucht, wie Muster und Gewohnheiten in der Art und Weise, wie Menschen in einer intimen Umgebung miteinander interagieren, reformiert werden können.
Menschen, mit denen Pawel Dudus in der Vergangenheit gerne zusammengearbeitet hat sind: David Bloom, David von Westphalen, Mor Shani, Martina Rösler, Alessandro Sciarroni.
2018 engagierte er sich für ein ganzjähriges Tanzprojekt »Negotiations« von Alexander Gottfarb, das vom TanzQuartier Wien und dem Kunstverein Archipelago gemeinsam produziert wurde.

Gemeinsame Arbeiten & Projekte
2017 spielten Lucy Wilke und Pawel Dudus bei der Theaterproduktion »Fucking Disabled« unterder Regie von David von Westphalen, das im Pathos München Premiere hatte und auch zu RODEO 2018, dem Münchner Theaterfestival der Freien Szene, eingeladen war.
In den letzten drei Jahren haben sie sich immer wieder gesehen und verschiedene Aktivitäten gemeinsam unternommen. 2018 moderierten sie Workshops unter dem Titel »Die Erotik der Einbeschränkung« im Rahmen des Xplore Festivals Berlin – Das Festival zur Kunst der Lust. Der Workshop beschäftigte sich mit der Simulation einer körperlichen Behinderung, um vertraute Prozesse und Muster zu brechen. Diese Zusammenarbeit untersuchte leidenschaftlich die Körperlichkeit eines eingeschränkten Körpers und konzentrierte sich auf die Entwicklung einer körperpositiven und körperfreundlichen choreografischen Sprache. In ihrem Universum der Mikrobewegungen liegt der Schwerpunkt auf der Intensität der Bewegung – nicht in ihrer Größe, sondern in der Tiefe der Begegnung zwischen den beteiligten Personen. Gemeinsam denken sie oft über Schönheit, Attraktivität und Beziehungen nach. Was beide auszeichnet, ist definitiv ein starker Appetit auf Abenteuer. In der Freizeit genießen beide einen Spaziergang im Olympiapark, wenn das Wetter warm und sonnig ist.
2020 zeigte Lucy ihr Tanzdebüt »SCORESTHAT SHAPED OUR FRIENDSHIP« zusammen mit Pawel Dudus im schwere reiter in München und in den Münchner Kammerspielen. Für dieses Stück erhielen sie 2020 den Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Darsteller*in Tanz. 

Kim Ramona Ranalter, geboren 1981 in München, fand sich als junge Erwachsene mit großem künstlerisch-musikalischen Wissensdurst und unbändiger Lust am Verschränken von Gewerken, Materialien und Ausdrucksformen im Bühnenzusammenhang wieder. Heute noch arbeitet sie als Theatermacherin, Musikproduzentin, Musikerin und DJ* Kim_Twiddle am liebsten mit Künstler*innen und Ensembles of all Backgrounds in interdisziplinären Projekten zusammen. 
Nach einer zweijährigen Bühnenausbildung bei IMAL Musiktheater e.V., war sie bis 2013 als Assistentin der Musikalischen Leitung sowie als Dozentin für Arrangement und Studiotechnik beschäftigt. Von 2014 bis 2018 arbeitete sie mit den Regisseur*innen Sapir Heller, Manuela Mantini, Leonie Pichler, Caitlin van der Maas und den Ensembles Turbowerk MUC, FBM e.V, Theter e.V. und Bluespots Productions in der freien Theaterszene Bayerns. 
Seit 2016 liegt ihr Fokus vermehrt bei elektronischer Musikkomposition und Sounddesign. Als elektronische »Ein-Frau-Kappelle« produziert und performt sie ihre Musik analog ohne Bildschirm oder Laptop auf elektronischen Klangerzeugern der frühen 2000er-Jahre (Sampler, Synthie,Loop-Station). Zwischen Retro und Sci-Fi interpretiert sie Musik von Electronica, Pop, HipHop, Klassik bis Experimental für Theaterstücke zeitgenössisch und entwirft den abstrakten Klang multimedialer Arbeiten und Installationen. 
Aktuell entwickelte und spielt sie die Bühnenmusik zu »Amsterdam« (2019/20) am Volkstheater München und »SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP« (2020). Für die Medienkünstlerin Barbara Herold setzt sie das Sounddesign einer dritten gemeinsamen audio-visuellen Daueraustellung im öffentlich-virtuellen Raum um. Nach den einschlägigen interaktiven AR-Apps findet im März 2021 die Eröffnung der stereoskopen VR-Spielewelt »Parcour« statt. Seit 2018 engagiert sie sich zudem im Rahmen des queer-feministischen DJ*Kollektivs WUT, hier entwickelt sie gemeinsam mit Münchner DJ*s, Produzent*innen und Musiker*innen intersektionale Veranstaltungen, Coaching- und Netzwerkstrukturen sowie politische Interventionen.

In »SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP« geht es um Zusammengehörigkeit. Es geht um die Liebe zum Detail und Spaß. Lucy Wilke und Paweł Duduś erforschen die Bandbreite ihrer Beziehung, ihrer Freundschaft. Ihre poetischen Tendenzen, ihren Drang nach Sinnlichkeit und die Herausforderungen, die uns in spielerischen Interaktionen aufbauen.

Dieser Cocktail der Persönlichkeiten fordert auch die Stereotypen und normativen Wahrnehmungen in der Gesellschaft und Kultur heraus, die alles, was anders ist, eifrig kennzeichnen, marginalisieren und diskriminieren. 

Gemeinsam mit dem Tänzer Paweł Duduś hat die Schauspielerin und Sängerin Lucy Wilke ein intimes, utopisch anmutendes Porträt einer grenzensprengenden Freundschaft entwickelt. Zu live gespielterund gemischter Musik von E-Komponistin Kim Twiddle begegnen sie sich auf einer Matratzenlandschaft mit neugierig tastenden Gesten und wertfreien Beschreibungen und loten von dort ein Spannungsfeld von Widersprüchen aus. Im klangvollen Rahmen gemeinsam entwickelter, musikalischer Erzählungen und Abstraktionen erkunden sie durch symbiotische Bewegungen, zugewandtes Sprechen und synästhetische Coreografien ihre Körper und ihre Träume.

»Wir achten unsere Verschiedenartigkeit und feiern das Nicht-Normative. Diese Arbeit bietet Einblicke in eine alternative Lebens- und Seinsform. Sie zeigt Qualitäten und Werte, von denen wir uns wünschen, dass sie in unserem täglichen Leben präsenter sind. Gemeinsam legen wir den Schwerpunkt auf die Verkörperung – die atypische Verkörperung. Wir verkörpern unsere Erinnerungen, unsere Träume und Wünsche. Wir verkörpern Schönheit. Wir sind schön.« 
Lucy Wilke, Paweł Duduś und Kim Ramona Ranalter  

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Diese Projekt wird ermöglicht durch den Bayrischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, den Bezirk Oberbayern und die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München. Diese Produktion wird unterstützt von Tanztendenz München e.V.

Requiem für Verschwundene

Eine Hörinstallation für einsam und unbemerkt Verstorbene und für diejenigen, die zukünftig einsam und unbemerkt sterben werden von Gesche Piening

19. September 2020 bis 22. November 2020

Die Installation ist einzeln besuchbar und findet ganztags unter freiem Himmel neben der St. Lukaskirche (Mariannenplatz, 80538 München) statt. 
Eintritt frei.

  • sechs Hörstationen unter freiem Himmel neben der St. Lukaskirche in München
  • sechs Biographien von einsam und unbemerkt verstorbenen Münchner*innen
  • sechs Requien für einsam und unbemerkt Verstorbene
  • sechs Abschiede von Unbekannten 
  • nur 1 Besucher*in pro Hörstation
  • täglich ganztags geöffnet
  • Dauer ca. 70 Min. 

Weitere Informationen: www.geschepiening.de / www.sanktlukas.de

Hier gibt es einen schönen Beitrag auf Youtube

Jährlich werden in München über 600 Menschen von Amts wegen bestattet. Tendenz kontinuierlich leicht steigend. »Von Amts wegen« wird eine Bestattung dann durchgeführt, wenn keiner der bestattungspflichtigen Angehörigen bereit ist, die Totenfürsorge zu übernehmen. Oder es keine bestattungspflichtigen Angehörigen mehr gibt. Oder diese nicht ausfindig gemacht werden können. Die Hörinstallation »Requiem für Verschwundene« möchte diesen einsam und unbemerkt verstorbenen Münchnerinnen und Münchnern gedenken. Dafür wurden stellvertretend für alle von Amts wegen Bestatteten sechs Biographien ausgewählt, für die Totenrequien komponiert wurden. Diese Totenrequien stehen im Mittelpunkt der Hörinstallation »Requiem für Verschwundene«, die ursprünglich als Theaterpremiere im HochX geplant war. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurde das Theaterprojekt ineine Hörinstallation unter freiem Himmel umgewandelt wurde. Diese ist vom September 2020 bis zum 01. November 2020 ganztägig einzeln besuchbar ist. Das »Requiem für Verschwundene« ist Teil eines insgesamt dreiteiligen Großprojektes von Gesche Piening zum Thema Bestattungen von Amtswegen in München. 

Bereits im November 2019 ist das Radiofeature »Der Tod unterscheidet nicht. Wir schon – Bestattungen von Amts wegen in der Großstadt« für den Bayerischen Rundfunk entstanden. Im Juni 2020 wurde der zweite Teil, das Hörspiel »Einsam stirbt öfter – Ein Requiem« ebenfalls im Bayerischen Rundfunk urgesendet. 
Der dritte und letzte Teil »Requiem für Verschwundene» ist ab dem September bis zum 01. November 2020 unter freiem Himmel neben der St.Lukaskirche ganztags einzeln besuchbar.

Künstlerische Gesamtleitung und Text: Gesche Piening
Konzeptionelle Mitarbeit und Dramaturgie: Katja Huber
Komposition: Moritz Eggert, Maria Hafner, Mathis Nitschke,Wolfgang Petters, Manuela Rzytki, Asmir Šabić
Musiker*innen: Zoro Babel, Mathias Götz, Maria Hafner, Claudia Kaiser, Martin Lickleder, Alejandro Nieto, Mathis Nitschke, Wolfgang Petters, Peter Pichler, Manuela Rzytki, Asmir Šabić
Sprecher*innen: Maria Hafner und Andreas Neumann
Installation: Jan Ott
Sprachaufnahmen: Manuela Rzytki
Mastering: Zoro Babel
Graphik und Design: Jeannette Kummer
Produktion: Ulrich Zentner
PR & Öffentlichkeitsarbeit: Kathrin Schäfer KulturPR
Fotos: Jan Ott

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. 
In Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss St. Lukas
Mit freundlicher Unterstützung durch das HochX Theater und Live Art


Pressestimmen

»Bis 22. November können sich Passanten und Besucher nun von dem schmalen gelben Leitstreifen vom Portal der Kirche zum Ort der Ausstellung locken lassen und die „kleinstmögliche Form eines Staatsbegräbnisses“ erfahren. Für jede der sechs Biografien haben Musiker ein eigenes Requiem komponiert. Gesche Pienings Ziel ist, die einsam und unbemerkt Gestorbenen und Begrabenen sichtbar zu machen und ihnen Würde zurückzugeben.«
Sonntagsblatt

»Die Geschichten handeln von Einsamkeit, Alkoholismus, psychischem Verfall. Die Musik atmet diese Trauer. Die Werke etwas von Maria Hafner, Manuele Rzytki und Moritz Eggert reichen von Avantgarde über Neofolk bis hin zu klassischer Singer-Songwriter-Duktus. Doch eint sie Verzweiflung und Klage. Der Besucher braucht Mut, sich ihnen zu stellen. Und wird danach als ein anderer in die Gesellschaft zurückkehren. Hoffentlich.«
Münchner Merkur

»Das »Requiem für Verschwundene« stellt Verbindungen her zu Menschen, die man nie gekannt und nie vermisst hat. Der Hörgang, den man noch besser versteht, wann man sich auch die Hörspiele vorher anhört, schenkt den einsam Verstorbenen tatsächlich etwas Würde und erinnert, ohne moralisch zu werden, daran, dass man sich am Ende doch nur zu Lebzeiten umeinander kümmern kann.«
Süddeutsche Zeitung

»Ich bin berührt. Es ist eine absolut gelungene Hörinstallation. Eindringlich, aber nicht moralisierend.«
Radio Lora

Gesche Piening arbeitet seit ihrem Abschluss an der Otto Falckenberg Schule freischaffend als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. 

2012 erregte sie mit der Ausstellung »brenne und sei dankbar« der Künstlergruppe TESTSET bundesweit große mediale Aufmerksamkeit. Im Dezember 2013 wurde ihr Stück »Vom Zauber der Nachfrage« im i-camp uraufgeführt, das zur Eröffnung des RODEO-Festivals 2014 im Marstall des Residenztheater zu sehen war. Im Juni 2015 fand die Nischenretrospektive »Künftig ohne Quadratmeter!« statt. Der professionelle Opitmierungsguide »Wer wollt ihr werden?« von Gesche Piening und den Stadtpropheten wurde im November 2015 im Museum Villa Stuck als Hörparcours, Ausstellung und Konzert gezeigt.
Am Staatstheater Darmstadt brachte sie 2017 ihr Projekt »Wer wollen wir gewesen sein?« zur Uraufführung.

2016 wurde Gesche Piening für ihre künstlerischen Arbeiten mit dem Ödön-von-Horváth-Preis (Förderpreis) ausgezeichnet.

Für das Projekt »Requiem für Verschwundene – Ein künstlerischer Trauerakt« erhielt sie 2018 ein Arbeits- und Forschungsstipendium und 2019 eine Theaterförderung der Landeshauptstadt München.

Neben ihrer Theaterarbeit entstanden für den Bayerischen Rundfunk seit 2013 sechs langformatige Radioarbeiten. Für ihr Radiofeature »Heute mit beschränkter Haftung? Keine Gesellschaft ohne Zukunft« erhielt sie sowohl den Medienpreis der Kindernothilfe, der im Schloß Bellevue durch den Bundespräsidenten verliehen wurde, als auch den Medienpreis der Kinder- und Jugendärzte.

Weitere Informationen und eine ausführliche Künstlervita unter: www.geschepiening.de

Am 12. Juni 2020 wurde das Hörspiel »Einsam stirbt öfter – ein Requiem« in der Reihe hör!spiel!art.mix auf Bayern 2 urgesendet, das für ein Jahr im podcast-Bereich von Bayern 2 abrufbar ist:
https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2731346.html


Im Anschluss an die Sendung gab es zudem noch ein Interview mit Gesche Piening.
https://www.br.de/mediathek/podcast/artmix-galerie/575

Eine Woche später, am 19. Juni 2020, sollte eigentlich die theatrale Uraufführung des »Requiem für Verschwundene« im HochX Theater und Live Art stattfinden. Aus den bekannten Gründen war das leider nicht möglich. 

Bereits im November 2019 wurde Gesches Feature »Der Tod unterscheidet nicht. Wir schon – Bestattungen von Amts wegen in der Großstadt« auf Bayern 2 gesendet. Wer es noch nicht gehört hat und dies noch nachholen möchte, kann das hier tun:
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiofeature/der-tod-unterscheidet-nicht-wir-schon-bestattungen-von-amts-wegen-in-der-grossstadt/1768675?fbclid=IwAR3oIQiUGN-m9t0NpT411LIiU1o1V2N2Gb80EQvNFIPVG02gUCB6zMVMykU