Paris, Texas

Nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders

Nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders

Premiere am Donnerstag, 15. September 2022 um 20:00 im Zentraltheater
(Paul-Heyse-Straße 28, 80336 München)
Weiter Vorstellungen am 16., 21., 22., 26., 27. September 2022

Tickets: 20 € / erm. 15 €
Reservierung: www.zentraltheater.de

Regie: Josef Rödl
Mit: Michele Cuciuffo, Luisa Böse, Daron Yates, Lance Kalota
Fotos: Philipp Kastner

Josef Rödl (Regie)
arbeitet als Film-, Fernseh- und Theater-Regisseur, schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen, Musiktheaterlibretti und Theaterstücke.
Für seine Filme wurde Josef Rödl mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet; so sorgte er bereits mit seinem HFF-Abschlussfilm »Albert – Warum?« (1978) für Aufsehen. Für diesen Film erhielt er den Deutschen Filmpreis / Regie, den Preis der internationalen Filmkritiker FIPRESCI, den Preis der Deutschen Filmkritiker, die Golden Plaque of Chikago und Otto-Dibelius-Preis zur Berlinale. Bei den Filmfestspielen in Cannes zeigte er im Rahmen der ‚Quinzaine des Realisateurs’ die Uraufführung von »Grenzenlos« (1983), der auf dem Filmfest in Locarno den „Preis des Jungen Kinos“, sowie den Preis für den ‚Besten Hauptdarsteller’ erhielt.

Für das Fernsehen arbeitet er in allen Genres. Er drehte diverse Folgen der Krimireihe Tatort (Autor, Regisseur) z.B. »Schattenwelt« mit Bruno Ganz, sein Tatort »Alles Palermo« wurde in der Reihe ‚Beste Tatorte’ aufgenommen wurde. Für »Ein Richter in Angst« (ebenfalls mit Bruno Ganz), aus der Reihe »Anwalt Abel« wurde er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Einige seiner Fernsehfilme wurden zu nationalen und internationalen Filmfestivals eingeladen (Hof, München, Berlinale ‚Deutsche Reihe’, Göteborg, USA u.a.). Josef Rödl wurde außerdem mit dem Filmpreis der Stadt Hof / Hofer Filmtage ausgezeichnet. Von der AZ wurde er mit dem ‚Stern des Jahres’ ausgezeichnet. Rödl führte auch Regie bei TV-Kabarettsendungen für den BR sowie für freie Videoproduktionen.

Für das Theater inszenierte Josef Rödl 1999 die Uraufführung der Kammeroper »Albert Warum? « von Enjott Schneider nach seinem gleichnamigen Film am Theater Regensburg, sowie 2000 »An der schönen blauen Donau« von Franz Hummel und »Fräulein Julie« von Antonio Bibalo, das zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen wurde. 2009 führte er Regie bei der Uraufführung seines Theaterstücks »Tage wie Nächte« im Metropoltheater, München, das mit dem AZ-Stern und der TZ-Rose ausgezeichnet wurde. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Wiederaufnahmen und Gastspiele, u.a. in Regensburg, Beratzhausen, Wasserburg (Festival der Best of Bay. Off-Theater). In München inszenierte das Stück 2017 für das Zentraltheater neu. Außerdem inszenierte er 2010 am Residenztheater bei »ALKAID“ von Frank Markus Barwasser, für den er alias Erwin Pelzig 2018 für sein Bühnenkabarett »Weg von hier« Regie führte.
Zuletzt war im Zentraltheater 2020 seine Inszenierung von »Angst essen Seele auf« nach dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder zu sehen.


Michele Cuciuffo (Travis)
war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und am Münchner Residenztheater. Spielte in Kinofilmen wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl«und TV-Produktionen wie »Tatort«.Am Zentraltheater spielte er 2020 in »Angst essen Seele auf« nach dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder. 2021 führte er Regie bei »Unter Verschluss« von Pere Riera aus dem Katalanischen von Philipp Löhle.

Luisa Böse (Jane)studiert seit 2019 an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und ist 2021 Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. Sie war bereits am Landestheater Schwaben, Volkstheater Rostock auf der Bühne. Im Fernsehen stand sie 2019 bei Checker Julian in »Der Schauspiel-Check« und in mehreren Kurzfilmen vor der Kamera. Als nächstes wird sie im Tatort Bremen zu sehen sein.

Daron Yates (Walt)
war bereits am Residenztheater, Schauspiel Köln, Metropoltheater München, Théatres de la Ville de Luxembourg engagiert und zuletzt in »Der Schuh des Manitu« am Landestheater Salzburg und am Deutsches Theater München sowie bei »Fack ju Göhte« am Werk7 zu sehen. Er spielte in Kino- und TV-Filmen sowie in TV-Serien wie »Hubert & Staller«, »Soko München« und »München 7«.

Dieses ungewöhnliche Road Movie (nach einem Drehbuch des Pulitzer Preisträgers Sam Shepard) erzählt die Geschichte von Travis, einem Mann, der eines Tages in der glühenden Hitze des „Big Bend“ aus Mexiko nach Texas hinüberwandert. Travis spricht kein Wort. Und auch sein Gedächtnis scheint er weitgehend verloren zu haben. Aber er ist getrieben von dem Wunsch, seine Familie wiederzufinden. 

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Raritäten (Seltene Sachan)

von und mit Stephan Zinner

Premiere am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 20 Uhr im Lustspielhaus
Weitere vorstellungen am 7., 8. und 9. Februar um jeweils 20 Uhr im Lustspielhaus
Einlass: 18 Uhr

Tickets: 28,20 €
VVK: https://tickets.muenchenticket.net/online/index.php?wes=empty_session_136&performanceid=322791

In einem kleinen Hotel in Ostfriesland, ganz nah am Ende der Welt, entstand das 5. Kabarett-Programm von Stephan Zinner. Gezeichnet von den Erfahrungen der vorhergehenden Tage mit wilden Begegnungen mit jammernden, deutschen Rentnergruppen in karierten Dreiviertelhosen aus denen Steckerlhaxen mit Trekkingsandalen herausschauten, aus denen wiederum Zehen mit ungeschnittenen Fußnägeln herauslugten und dem versehentlichen Genuss eines Getränks Namens „Jever Fun“ während des WM Vorrundenspiels Deutschland – Mexiko schwante dem 1974 in Trostberg in Oberbayern geboren Wahlmünchners etwas: Die Zeiten ändern sich.Wo sind all die Bienen hin? Wo verstecken sich die guten Schiebertänzer? War früher alles besser? Auf gar keinen Fall – lautet die Antwort. Doch ein paar Dinge vermisst er dann schon, der Chiemgauer Zinner… und mit diesem Programm macht er sich auf die Suche nach Seltenem, Wertvollem, Liebgewonnenem. Dabei streift er natürlich auch ganz aktuelle Themen wie die gute Münchner Luft, das Psychiatriegesetz und „dass es mit dem Söder schon oft ein Kreuz ist“. Vom Genre her bewegen wir uns im Musikkabarett, d.h. mit Liedern muss gerechnet werden. Ein Begleitmusiker ist während des gesamten Abends zugegen. Eine gewisse Dialektfestigkeit schadet dem Zuschauer zudem nicht, da er so die volle Breite und Tiefe des Programms miterleben kann. Die Spieldauer wird mit ca. 2 x 45 Minuten und Verlängerung je nach Neigungangegeben. In der Pause können Erfrischungen geordert werden. 
Rock on!

Mehr Infos und Tickets hier: https://www.lustspielhaus.de/kuenstler.php?p_id=3867&PHPSESSID=add1ebfbc8453aca35b2c6c5cf3f7bcb

Stephan Zinner wurde 1974 im oberbayerischenTrostberg geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er am Theater tätig, u.a. am Salzburger Landestheater und bei den Münchner Kammerspielen. Regelmäßig ist er im Film zu sehen, (u.a. „Räuber Kneißl“ und „Das Verschwinden“), in den Verfilmungen der Rita-Falk-Krimis (u.a. „Dampfnudelblues“ und „Sauerkrautkoma“) hat er die Rolle des Metzgers Simmerl. Bekannt ist Zinner zudem als Markus Söder bei den Nockherberg-Singspielen. Seit 2006 tourt er mit seinen Kabarettprogrammen.

Fotos: © Gerald von Foris

Mehr Infos hier: 
www.suedpolmusic.de/kuenstler/stephan_zinner
oder hier: www.zinners-seite.de

record play stop rewind

Eine Tonträger*in Performance von Annette Geller / MOM & Team 

Uraufführung am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 10:00 Uhr im Kulturzentrum „Einstein Kultur“
(Einsteinstraße 42, 81675 München)
Weitere Aufführungen am Do., 7. Februar um 10:00 Uhr 
sowie am Fr., 8. Dezember um 10:00 Uhr und 18:00 Uhr

Für alle ab 12 Jahren
VVK ab Januar 2019

Mit: Ceren Oran und Pascal Momboisse

Regie und Konzept: Annette Geller

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Dank an HochX Theater und Live Art und an das Kulturzentrum „Einstein Kultur“.  

Zum Stück
record play: Begebt Euch mit uns in die komplexe Welt einer Tonträgerin. Was, bitteschön, ist eine Tonträgerin? Eine Tonträgerin ist eine Archivarin von Stimme-Ton-Geräusch-Musik-Dokumenten der letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte. Sie erstellt Aufnahmen und interpretiert diese ad hoc neu, mittels einer geheimnisvollen Technik: sie macht in der Bewegung des Tonbandes die gespeicherte Zeit hörbar. Unsere Protagonistin geht der Frage nach, was berührt durch erneute Berührung, was bewegt durch erneute Bewegung. Was soll und darf bleiben? Was ist wichtig für das Hier und Jetzt? Die analoge Tonspeicherung unterliegt dabei typischen Störungen: Rauschen, Knacken, Verzerrungen und anderen Unvorhersehbarkeiten, wie zum Beispiel der Begegnung mit einem Fremden: stop rewind!
„Because the world is round, it turns me on“
Medienkompetenz meets künstlerische Praxis: Dem Wandel der Geschichte mit einem Augenzwinkern zuhören.

Annette Geller 
studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In den 1990er-Jahren sammelte sie Erfahrungen als Regieassistentin und Regisseurin am Thalia Theater Halle, einem der damals größten Kinder- und Jugendtheater in der „neuen“ Bundesrepublik. 
Sie inszenierte seither für die Kinder- und Jugendsparte u.a. in Halle, Stuttgart, Kassel und München.
Aus einem gemeinsamen Engagement am Thalia Theater Halle gründete Annette Geller 2003 zusammen mit KollegInnen MOM – MenschObjektMusik, eine Gesellschaft, die Projekte für ein junges Publikum erarbeitet. 
Seit drei Jahren entwickelt Annette Geller eigene Theaterproduktionen für junges Publikum.
Annette Geller arbeitet außerdem als Dozentin an der Volkshochschule München im Bereich Theater, und erarbeitet Konzepte für pädagogische Projekte. 
Das Projekt „Stranger than – aus Nachbarn werden Fremde“, bei dem sie als Kulturpädagogin maßgeblich beteiligt war, wurde mit dem Preis Mixed up 2017 der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V. und 2018 von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem BKM Preis für kulturelle Bildung ausgezeichnet.

Mehr Infos: http://annette-geller.de

Sei uns sicher

Theaterparcours von Gesche Piening 

Uraufführung
Freitag, 28. Juni 2024 ab 15.30 Uhr 
Samstag, 29. Juni 2024 ab 15.30 Uhr 
im ZIRKA (Dachauer Str. 110 c, 80636 München)

Der Parcours startet ab 15.30 Uhr alle 10 Minuten. 
Ein Parcours dauert von Start bis zum Ende 60 Minuten.
Bitte achten Sie beim Ticketkauf auf die Startzeit Ihres Parcours und seien Sie rechtzeitig vor Ort. 
Sollten Sie Ihren Slot verpassen, können Sie diesen nicht umbuchen und Ihr Ticket verfällt.

Karten: 6€ – 10€ – 20€ – 30€
Der Vorverkauf startet am 1. Juni 2024:
t.rausgegangen.de/tickets/shop/hochx-theater-und-live-art=sei+uns+sicher

Mitwirkende
Konzept, Text und Regie: Gesche Piening
Musikalische Leitung: Michael Emanuel Bauer
Dramaturgie: Katja Huber
Schauspiel: Michael Kranz
Komposition: Michael Emanuel Bauer, Mathis Nitschke, Patrick Schimanski, Hannes Strobl
Musiker: Anno Kesting, Caio de Azevedo
Raum: Gabi Blum, Klaus Dietl, Stephanie Müller
Duft und Geruch: Jan Fockenbrock
Audio: Dennis Schmidt
Video: Lionel Dante Dzaack
Licht: Wolfgang Wiefarn
Grafik: Jeannette Kummer
Presse: Kathrin Schäfer KulturPR
Produktion: Elsa Büsing

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. 
In Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk / Bayern 2 und dem HochX. 
Mit freundlicher Unterstützung vom Zirka.


Gesche Piening
ist eine Theater-, Radio- und Kunstschaffende, die in ihren künstlerischen Arbeiten gemeinsam mit ihren interdisziplinären Teams immer wieder neue Ästhetiken und Arbeitsweisen erforscht. Ihre Theater- und Radioarbeiten sind bundesweit in diversen Theaterhäusern und auf Festivals zu sehen und überschreiten die Grenzen zwischen Theater, Literatur, Bildender Kunst und Hörfunk. 
Piening setzt sich in ihren Arbeiten stets mit aktuellen gesellschaftspolitischen und sozialen Fragestellungen auseinander und verarbeitet diese in collagenhaft montierten Texten für die Bühne und fürs Radio. 
Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Ödön von Horváth-Preis – zuletzt erhielt 2023 mit dem „Hörspiel des Monats“ der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 2022 mit dem „Münchner Sozial Courage Medienpreis“. 2021 war sie eine der drei Finalist*innen für den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ und 2020 auf der Shortlist des großen „Deutschen Hörspielpreis der ARD“. 
Gesche Piening lebt und arbeitet in München.

Aktuelle Arbeiten: 
Wie viele Tage hat das Leben“ (Produktion: BR / DLF Kultur) 
Wes Alltag Antwort gäb“ (Produktion: BR / DLF Kultur) 

Vorschau 2024: 
Die Könige spielen die anderen„, Ursendung auf DLF Kultur am 17. November 2024 auf DLF Kultur.
Sei uns unser sicher sicher„, Ursendung AUF BR, Bayern 2, Ende 2024.


Weitere Informationen unter:
www.geschepiening.de

Zum Stück

Sicherheitshalber betrachte ich mein Sicherheitsempfinden als subjektiv und mein Unsicherheitsempfinden als objektiv. So bleibe ich wachsam und tendenziell misstrauisch. Das ist gut. Diese Strategie sichert mir eine gewisse Ruhe gegenüber meiner Unruhe. Sicherheit kostet, aber ich bin bereit zu zahlen.

Die Angst vorm Wolf mag durch die vorm Einbrecher oder Nachbarstaat ersetzt worden sein, Warnrufe und Keule durch Alarmanlage und Drohne. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte lässt sich immer wieder feststellen: Die Welt – und damit unser Leben – wird unsicherer

In einem allen Sicherheitsvorkehrungen der Stunde gerecht werdenden Parcours konfrontiert Sie in »Sei uns sicher« mit der veränderten Sicherheits- und Risikowahrnehmung des 21. Jahrhunderts und wird Ihrem Bedürfnis nach Schutzräumen und in sich geschlossenen Gedankengebäuden 150prozentig gerecht. Setzen Sie sich im risikofreien Ambiente von sechs Panikräumen mit gemachten und gewachsenen Ängsten auseinander und rüsten Sie sich für die Schutz- und Sicherheitsbedürfnisse unserer Zeit.

Es wäre so viel einfacher, wenn Gefahren jucken würden. Dann wäre man immer vorgewarnt und müsste sich nicht unausgesetzt fragen, ob akut Gefahr bestehen könnte. – Aber wer sagt mir, dass es mich dann nicht unausgesetzt und immer jucken würde?

Requiem für Verschwundene

Eine Hörinstallation für einsam und unbemerkt Verstorbene und für diejenigen, die zukünftig einsam und unbemerkt sterben werden von Gesche Piening

19. September 2020 bis 22. November 2020

Die Installation ist einzeln besuchbar und findet ganztags unter freiem Himmel neben der St. Lukaskirche (Mariannenplatz, 80538 München) statt. 
Eintritt frei.

  • sechs Hörstationen unter freiem Himmel neben der St. Lukaskirche in München
  • sechs Biographien von einsam und unbemerkt verstorbenen Münchner*innen
  • sechs Requien für einsam und unbemerkt Verstorbene
  • sechs Abschiede von Unbekannten 
  • nur 1 Besucher*in pro Hörstation
  • täglich ganztags geöffnet
  • Dauer ca. 70 Min. 

Weitere Informationen: www.geschepiening.de / www.sanktlukas.de

Hier gibt es einen schönen Beitrag auf Youtube

Jährlich werden in München über 600 Menschen von Amts wegen bestattet. Tendenz kontinuierlich leicht steigend. »Von Amts wegen« wird eine Bestattung dann durchgeführt, wenn keiner der bestattungspflichtigen Angehörigen bereit ist, die Totenfürsorge zu übernehmen. Oder es keine bestattungspflichtigen Angehörigen mehr gibt. Oder diese nicht ausfindig gemacht werden können. Die Hörinstallation »Requiem für Verschwundene« möchte diesen einsam und unbemerkt verstorbenen Münchnerinnen und Münchnern gedenken. Dafür wurden stellvertretend für alle von Amts wegen Bestatteten sechs Biographien ausgewählt, für die Totenrequien komponiert wurden. Diese Totenrequien stehen im Mittelpunkt der Hörinstallation »Requiem für Verschwundene«, die ursprünglich als Theaterpremiere im HochX geplant war. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurde das Theaterprojekt ineine Hörinstallation unter freiem Himmel umgewandelt wurde. Diese ist vom September 2020 bis zum 01. November 2020 ganztägig einzeln besuchbar ist. Das »Requiem für Verschwundene« ist Teil eines insgesamt dreiteiligen Großprojektes von Gesche Piening zum Thema Bestattungen von Amtswegen in München. 

Bereits im November 2019 ist das Radiofeature »Der Tod unterscheidet nicht. Wir schon – Bestattungen von Amts wegen in der Großstadt« für den Bayerischen Rundfunk entstanden. Im Juni 2020 wurde der zweite Teil, das Hörspiel »Einsam stirbt öfter – Ein Requiem« ebenfalls im Bayerischen Rundfunk urgesendet. 
Der dritte und letzte Teil »Requiem für Verschwundene» ist ab dem September bis zum 01. November 2020 unter freiem Himmel neben der St.Lukaskirche ganztags einzeln besuchbar.

Künstlerische Gesamtleitung und Text: Gesche Piening
Konzeptionelle Mitarbeit und Dramaturgie: Katja Huber
Komposition: Moritz Eggert, Maria Hafner, Mathis Nitschke,Wolfgang Petters, Manuela Rzytki, Asmir Šabić
Musiker*innen: Zoro Babel, Mathias Götz, Maria Hafner, Claudia Kaiser, Martin Lickleder, Alejandro Nieto, Mathis Nitschke, Wolfgang Petters, Peter Pichler, Manuela Rzytki, Asmir Šabić
Sprecher*innen: Maria Hafner und Andreas Neumann
Installation: Jan Ott
Sprachaufnahmen: Manuela Rzytki
Mastering: Zoro Babel
Graphik und Design: Jeannette Kummer
Produktion: Ulrich Zentner
PR & Öffentlichkeitsarbeit: Kathrin Schäfer KulturPR
Fotos: Jan Ott

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. 
In Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss St. Lukas
Mit freundlicher Unterstützung durch das HochX Theater und Live Art


Pressestimmen

»Bis 22. November können sich Passanten und Besucher nun von dem schmalen gelben Leitstreifen vom Portal der Kirche zum Ort der Ausstellung locken lassen und die „kleinstmögliche Form eines Staatsbegräbnisses“ erfahren. Für jede der sechs Biografien haben Musiker ein eigenes Requiem komponiert. Gesche Pienings Ziel ist, die einsam und unbemerkt Gestorbenen und Begrabenen sichtbar zu machen und ihnen Würde zurückzugeben.«
Sonntagsblatt

»Die Geschichten handeln von Einsamkeit, Alkoholismus, psychischem Verfall. Die Musik atmet diese Trauer. Die Werke etwas von Maria Hafner, Manuele Rzytki und Moritz Eggert reichen von Avantgarde über Neofolk bis hin zu klassischer Singer-Songwriter-Duktus. Doch eint sie Verzweiflung und Klage. Der Besucher braucht Mut, sich ihnen zu stellen. Und wird danach als ein anderer in die Gesellschaft zurückkehren. Hoffentlich.«
Münchner Merkur

»Das »Requiem für Verschwundene« stellt Verbindungen her zu Menschen, die man nie gekannt und nie vermisst hat. Der Hörgang, den man noch besser versteht, wann man sich auch die Hörspiele vorher anhört, schenkt den einsam Verstorbenen tatsächlich etwas Würde und erinnert, ohne moralisch zu werden, daran, dass man sich am Ende doch nur zu Lebzeiten umeinander kümmern kann.«
Süddeutsche Zeitung

»Ich bin berührt. Es ist eine absolut gelungene Hörinstallation. Eindringlich, aber nicht moralisierend.«
Radio Lora

Gesche Piening arbeitet seit ihrem Abschluss an der Otto Falckenberg Schule freischaffend als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. 

2012 erregte sie mit der Ausstellung »brenne und sei dankbar« der Künstlergruppe TESTSET bundesweit große mediale Aufmerksamkeit. Im Dezember 2013 wurde ihr Stück »Vom Zauber der Nachfrage« im i-camp uraufgeführt, das zur Eröffnung des RODEO-Festivals 2014 im Marstall des Residenztheater zu sehen war. Im Juni 2015 fand die Nischenretrospektive »Künftig ohne Quadratmeter!« statt. Der professionelle Opitmierungsguide »Wer wollt ihr werden?« von Gesche Piening und den Stadtpropheten wurde im November 2015 im Museum Villa Stuck als Hörparcours, Ausstellung und Konzert gezeigt.
Am Staatstheater Darmstadt brachte sie 2017 ihr Projekt »Wer wollen wir gewesen sein?« zur Uraufführung.

2016 wurde Gesche Piening für ihre künstlerischen Arbeiten mit dem Ödön-von-Horváth-Preis (Förderpreis) ausgezeichnet.

Für das Projekt »Requiem für Verschwundene – Ein künstlerischer Trauerakt« erhielt sie 2018 ein Arbeits- und Forschungsstipendium und 2019 eine Theaterförderung der Landeshauptstadt München.

Neben ihrer Theaterarbeit entstanden für den Bayerischen Rundfunk seit 2013 sechs langformatige Radioarbeiten. Für ihr Radiofeature »Heute mit beschränkter Haftung? Keine Gesellschaft ohne Zukunft« erhielt sie sowohl den Medienpreis der Kindernothilfe, der im Schloß Bellevue durch den Bundespräsidenten verliehen wurde, als auch den Medienpreis der Kinder- und Jugendärzte.

Weitere Informationen und eine ausführliche Künstlervita unter: www.geschepiening.de

Am 12. Juni 2020 wurde das Hörspiel »Einsam stirbt öfter – ein Requiem« in der Reihe hör!spiel!art.mix auf Bayern 2 urgesendet, das für ein Jahr im podcast-Bereich von Bayern 2 abrufbar ist:
https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2731346.html


Im Anschluss an die Sendung gab es zudem noch ein Interview mit Gesche Piening.
https://www.br.de/mediathek/podcast/artmix-galerie/575

Eine Woche später, am 19. Juni 2020, sollte eigentlich die theatrale Uraufführung des »Requiem für Verschwundene« im HochX Theater und Live Art stattfinden. Aus den bekannten Gründen war das leider nicht möglich. 

Bereits im November 2019 wurde Gesches Feature »Der Tod unterscheidet nicht. Wir schon – Bestattungen von Amts wegen in der Großstadt« auf Bayern 2 gesendet. Wer es noch nicht gehört hat und dies noch nachholen möchte, kann das hier tun:
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiofeature/der-tod-unterscheidet-nicht-wir-schon-bestattungen-von-amts-wegen-in-der-grossstadt/1768675?fbclid=IwAR3oIQiUGN-m9t0NpT411LIiU1o1V2N2Gb80EQvNFIPVG02gUCB6zMVMykU

SELFIE & ICH

Psychische Erkrankungen, Leistungsgesellschaft und Glücksterror
von Christiane Mudra

Berlin-Premiere am 17. September 2023, 19:00 Uhr & 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen von 18. bis 21. September 2023, jeweils 19:00 Uhr & 20:00 Uhr
Ort: Der Treffpunkt in Neukölln wird beim Ticketkauf bekannt gegeben
Tickets  ab 1.8.  nur online hier: https://ballhaus-ost.reservix.de/p/reservix/group/440439
Preise: 15 Euro / ermäßigt 10 Euro zzgl. VVK-Gebühr

Uraufführung am Donnerstag, 24. November 2022 um 18.00 Uhr und 19:00 Uhr
Ort: »SELFIE & ICH« wird in vier verschiedenen Privatwohnungen gespielt. Der genaue Treffpunkt in München-Haidhausen wird mit dem Ticketkauf übermittelt.

Weitere Vorstellungen
von Fr, 25. bis So, 27. November sowie von Di, 29. November bis So, 4. Dezember jeweils um 18:00 Uhr und 19:00 Uhr 

Bitte achte auf wetterfeste Kleidung für die Fußwege zwischen den vier Wohnungen, die je 5-10 Minuten dauern werden.

Tickets: nur online unter selfieundich.eventbrite.de
Preise: 25€ / erm. 10€ zzgl. Vorverkaufsgebühr

Konzept, Recherche, Text und Regie: Christiane Mudra

Mit: Sebastian Gerasch, Gabriele Graf, Melda Hazirci und Murali Perumal

3D Sound Design: Martin Rieger/ VRtonung
Fachberatung und Mitarbeit Recherche: Tina Hofmann
Ausstattung: Sarah Silbermann
CGI/VFX: Yavuz Narin
Lichtdesign und Technische Leitung: Peer Quednau
Regieassistenz: Daniela Gancheva
Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
PR: Kathrin Schäfer

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München im Rahmen der Optionsförderung.


Christiane Mudra (München / Berlin)
Autorin und Regisseurin Journalistin, Performerin und Gründerin von investigative theater
Unter dem Label investigative theater arbeitet sie seit 2013 mit freien Künstler*innen in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Investigative theater behandelt aktuelle politische Themen und zeichnet sich durch eine mindestens einja¨hrige journalistische Recherche aus.

Zuletzt waren in München zu sehen: 

»Der Schlüssel«
Zufall? Verschwörung? Mashup?
Uraufführung am 6. November 2021
Wiederaufnahme 12.-15. September 2022

»The Holy Bitch Project« 
Häusliche,sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen.
Uraufführung Juni 2021.

»Kein Kläger«
NS-Juristen und ihre Nachkriegskarrieren
Ein interaktives Stadtraum-Game mit Zeitzeug*innen und Performer*innen beim RODEO Festival 2020. 

»Wir waren nie weg. Die Blaupause«
Oktoberfestattentat, NSU und die Exekutive. Ein Western zu rechtsterroristischen Kontinuitäten. 
Aktualisierte Wiederaufnahme im Rahmenprogramm zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats von 1980.


investigative
steht für journalistische Langzeitrecherche, die sich im Unterschied zum dokumentarischen Theater vor allem auf Originalquellen stützt und auch unbekannte Fakten aufdeckt. 

theater 
spielt die Recherchen gezielt in unterschiedlichen Formaten wie Performance im Stadtraum, Hörspiel, Podcast, Film, 360°-Live-Video, Installation, Vortrag und Publikation aus.

investigative theater experimentiert mit digitalen Tools wie (Web-)Apps, XR, AI, 3D Sound u.a. und sucht die Interaktion mit dem Publikum. 

Mehr Infos hier: https://investigativetheater.com

»SELFIE & ICH« basiert auf investigativer Recherche sowie auf Gesprächen mit Menschen, die mit einer psychischen Erkrankung leben und gewährt Einblick in ihre Erfahrungen, Gefühle und Wünsche. 
Eine Patientenakte aus den Nachkriegsjahrzehnten veranschaulicht die umkämpften Reformbestrebungen in Deutschlands Psychiatrien sowie Stigmatisierung und Scham im direkten Umfeld der Betroffenen. 
Der Abend klärt über psychische Belastungen auf, untersucht Vorurteile wie Berührungsängste und hinterfragt die omnipräsente Bewertung von Individuen anhand ihrer privaten und beruflichen „Performance“.
»SELFIE & ICH« seziert das Spannungsfeld zwischen Schein und Sein und beleuchtet nicht zuletzt die systemische Deformation unserer leistungsorientierten Gesellschaft. 


Über »SELFIE & ICH«
Das Publikum bewegt sich in Kleingruppen durch mehrere Wohnungen in Haidhausen, in denen Performer*innen Angststörungen, Burnout, Depression, Magersucht, Schizophrenie und Alkoholabhängigkeit erlebbar machen.

Das intime Setting lässt Vereinsamung und Isolation von Großstadtbewohner*innen hinter den Fassaden der Leistungsgesellschaft erspüren.

Durch Kunstkopf-Aufnahmen, einer wiederentdeckten Hörspieltechnik der 1970er-Jahre, werden interviewbasierte Gedankenströme der Protagonist*innen räumlich in 360° abgebildet: Die Stimmen umkreisen die Zuschauer*innen hautnah und ermöglichen es ihnen, in die Rolle der Ich-Erzähler*innen zu schlüpfen.

Kontrastiert wird dieser Effekt durch O-Töne der Interviewpartner*innen sowie psychoakustische Mittel. Über Sitzflächen oder Gegenstände wird Schall punktuell
auch körperlich übertragen und triggert unwillkürlich eine physische Reaktion der Teilnehmer*innen.

THE HOLY BITCH PROJECT

Ein Projekt über häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen von Christiane Mudra

Uraufführung am Sonntag, 20. Juni 2021 um 19:00 Uhr im PATHOS München
(ursprünglich geplant am Freitag, 05. März 2021, um 19:00 Uhr)
weitere Vorstellungen am 21. Juni, vom 23. – 27. Juni und am 29. Juni 2021 um jeweils 19:00 Uhr
Empfohlen ab 18 Jahren
Hier der Trailer

Begleitprogramm:

Wo sind meine Grenzen? Empowerment für Frauen.
Workshop mit Susanne Funk
Dienstag, 22. Juni von 18 bis 21 Uhr im Pathos München
Anmeldung ab 14. Juni unter investigativetheater@gmail.com 
Max. 15 Teilnehmer:innen

Digitale Sicherheit
Workshop mit Daniel Moßbrucker
Sonntag, 27. Juni von 14 bis 17 Uhr im Pathos München
Anmeldung ab 14. Juni unter investigativetheater@gmail.com 
Max. 15 Teilnehmer:innen

Ticket-Vorverkaufs auf www.pathosmuenchen.de
Hier finden Sie auch die aktuellen Hygienevorschriften.

Konzept, Recherche, Text und Regie: Christiane Mudra
Mit: Meriam Abbas, Charity Collin, Sebastian Gerasch, Murali Perumal, Corinna Ruba, Isabella Wolf
Bühne und Kostüm: Julia Kopa
Sound Design: Martin Rieger
Video Design Kevin Fuchs
3D-Animation: Yavuz Narin
Licht Design und Technische Leitung: 
Peer Quednau
Grafik: Jara López Ballonga
Mitarbeit Recherche und Social Media: 
Silvia Bauer
Regieassistenz: Carolin Pfänder
Produktion: ehrliche arbeit- freies Kulturbüro
PR: Kathrin Schäfer KulturPR

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.  

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Twitter @investigativeth

https://investigativetheater.com/

http://christianemudra.de/



Christiane Mudra
studierte Politikwissenschaften an der LMU München und absolvierte ein Schauspielstudium. Sie war an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum engagiert und arbeitete mit Regisseuren wie Calixto Bieito, Rolf Hochhuth, Thomas Ostermeier, Neil La Bute und Rimini Protokoll. 2012 war sie als Artist in Residence bei der Biennale di Venezia zu Gast.

Nach einer Syrienreise durch die gewaltsam unterdrückten Proteste im Sommer 2011 inszenierte sie am i-camp in München die dokumentarischen Stücke »inSight? Perspectives on Syria« (2012) und »outLook. voices from Syria« (2013). Die Uraufführung von »yoUturn – ein Überwachungsexperiment« fand 2013 ebenfalls in München statt. 2014 und 2015 folgten Neufassungen in Potsdam und Berlin.

Ab 2013 besuchte Christiane Mudra regelmäßig den NSU-Prozess und diverse Untersuchungsausschüsse. Sie recherchiert zu Hintergründen von Rechtsextremismus und arbeitete an mehreren Sachbüchern mit. Außerdem berichtet sie als Journalistin u.a. aus dem NSU- und dem OEZ-Prozess. 

Im Juli 2015 wurde »Wir waren nie weg. Die Blaupause« als erster Teil einer Trilogie zu rechtsterroristischen Kontinuitätenim Münchner Stadtraum uraufgeführt. Im November 2016 folgte mit »Off the record – die Mauer des Schweigens« der zweite Teil der Trilogie. Die Hörspielfassung des Stücks wurde im Dezember 2016 auf Deutschlandradio Kultur gesendet und u.a. zur re:publica 17 eingeladen. Die Containerinstallation des Stücks 2017 wurde in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin vor dem Deutschen Bundestag gezeigt und war vom 22. bis 26. Juni 2018 pünktlich zum Ende des NSU-Prozesses als Hörspielinstallation mit Videosequenzen in einem Baucontainer am Giesinger Bahnhof zu erleben.

2017 inszenierte Christiane Mudra auf Einladung des Goethe-Instituts in Brasilien eine Neufassung von »yoUturn – ein Überwachungsexperiment«, in der sie sich mit der brasilianischen Militärdiktatur auseinandersetzte. 

Im Juli 2019 kam »Kein Kläger«, ein Projekt über NS-Juristen und ihre Nachkriegskarrieren, im Münchner Stadtraum Uraufführung, das zu RODEO 2020 eingeladen war. Im Februar 2018 erschien das Sachbuch »Gäriger Haufen. Die AfD- Ressentiments, Regimewechsel und völkische Radikale.« von Prof. Hajo Funke und Christiane Mudra.

Seit 2014 ist Christiane Mudra Referentin auf zahlreichen Panels und Workshops, u.a. bei der Heinrich-Böll-Stiftung, Reporter ohne Grenzen, netzwerk recherche u.v.a. zu Überwachung, Rechtsextremismus und investigativer Recherche im Theaterkontext.

Mehr Infos hier: www.christianemudra.de

Die häusliche Gewalt hat während der Covid-Pandemie weltweit zugenommen. Die Berliner Gewaltschutzambulanz verzeichnete zum Beispiel im Juni 2020 einen Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Juni 2019.  
Zum Weltfrauentag (am 5. März 2021) untersucht Christiane Mudra in »The Holy Bitch Project« anhand von Gesprächen mit betroffenen Frauen und Expert:innen Dynamiken von analoger und digitaler Gewalt gegen Frauen in Deutschland und ihren kulturellen wie gesellschaftlichen Nährboden.
In Anlehnung an den Film „Matrix“ (1999) schlucken die Zuschauer:innen wie der Filmheld Neo die rote Pille, die einen Blick hinter makellose Kulissen gewährt. Das Publikum folgt den Performer:innen in ein interaktives Labyrinth aus Spielszenen und binauralem Sound, in dem häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt erfahrbar wird. Da die Alt-Right-Bewegung und die frauenfeindlichen „Incels“ die Filmmotive zur Verbreitung misogyner Verschwörungstheorien nutzen, macht sich »The Holy Bitch Project« die Matrix-Welt bewusst zu eigen und etabliert ein feministisches Gegennarrativ.

The Holy Bitch Project (Film)

22. Juni 2022 im Monopol-Kino München

Ein Film von Christiane Mudra
über häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen

Filmpremiere am Mittwoch, 22. Juni 2022 um 20:00 Uhr im Monopol-Kino in der Reihe MittDoks in Anwesenheit von Christiane Mudra und weiteren Beteiligten 

Die Journalistin Barbara Streidl (Bayerischer Rundfunk) moderiert die Veranstaltung und das Gespräch nach dem Film. 

D 2022, 123 Minuten.
Deutsch mit englischen Untertiteln

Monopol-Kino
Schleißheimer Str. 127, 80797 München

Tickets können Sie direkt auf der Kino-Homepage online kaufen, platzgenau und ohne Vorverkaufsgebühren:
https://www.monopol-kino.de/de/programm-tickets/mittdoks-delikatessen
oder an der Kinokasse vor Ort.

Anfahrt
Vom Nordbad aus befindet sich das Monopol gut 100m stadtauswärts auf der Schleißheimer Straße.
U2 Hohenzollernplatz
Tram 12 / 27 oder Bus 53 / 59 / 154 Haltestelle Nordbad
Mehr Infos: https://www.monopol-kino.de/index.php/de/kontakt
Empfohlen ab 18 Jahren.

Konzept, Recherche, Text und Regie: Christiane Mudra

Mit: Meriam Abbas, Charity Collin, Sebastian Gerasch, Murali Perumal, Corinna Ruba, Isabella Wolf

Kamera: Hubert Neufeld, Gregor Simbruner
Ton: Martin Rieger, Peer Quednau
Postproduktion und Grading: Kevin Fuchs/ Visual Vitamin
Untertitel: Alison Waldie, Lucy Powell

Bühne und Kostüm: Julia Kopa
3D-Sound Design: Martin Rieger / VRtonung
VFX/CGI: Yavuz Narin
Video: Kevin Fuchs / Visual Vitamin
Licht Design und Technische Leitung: Peer Quednau
Mitarbeit Recherche und Social Media: Silvia Bauer
Regieassistenz: Carolin Pfänder
Produktion: ehrliche arbeit- freies Kulturbüro
PR: Kathrin Schäfer KulturPR
Grafik: Jara López Ballonga
Fotos: Verena Kathrein

Das Theaterprojekt wurde gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Christiane MudraMünchen / BerlinGründerin von Investigative Theater.Autorin und Regisseurin von »The Holy Bitch Project« und weiteren investigativen Performancearbeiten zu Rechtsextremismus, Überwachung, u.a.

Zuletzt waren in München zu sehen: 
»Der Schlüssel. Zufall? Verschwörung? Mashup?« (Uraufführung 2021)
»The Holy Bitch Project« (Uraufführung 2021)
»Kein Kläger – NS-Juristen und ihre Nachkriegskarrieren« (Uraufführung 2019) Ein interaktives Stadtraum-Game mit Zeitzeug:innen und Performer:innen beim RODEO Festival 2020. 
»Wir waren nie weg. Die Blaupause« (Uraufführung 2015) Ein Western zu rechtsterroristischen Kontinuitäten (Oktoberfestattentat, NSU und die Exekutive). Aktualisierte Wiederaufnahme im Rahmenprogramm zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats 2020.

Mehr Infos hier: 
https://investigativetheater.com

»The Holy Bitch Project« ist ein aufrüttelndes Theatermeisterwerk. (SZ)

Christiane Mudra untersucht in »The Holy Bitch Project« anhand von Gesprächen mit betroffenen Frauen und Expert:innen Dynamiken von analoger und digitaler Gewalt gegen Frauen in Deutschland und ihren gesellschaftlichen Nährboden. 
Mudras Film ist mehr freie Kunstform als klassischer Dokumentarfilm.
In Anlehnung an den Film »Matrix« schluckt das Publikum die rote Pille und betritt ein Labyrinth aus Spielszenen und binauralem Sound, in dem häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt erfahrbar wird. Da die frauenfeindlichen „Incels“ die Filmmotive zur Verbreitung misogyner Verschwörungserzählungen nutzen, macht sich »The Holy Bitch Project« die Matrix-Welt bewusst zu eigen und etabliert ein feministisches Gegennarrativ.

Und wir sollten schweigen? – Künstlerinnen in St. Paul

Vernissage am Donnerstag, 6. Juni 2019 um 19.30 Uhr in der Kirche St. Paul

Eröffnung der Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerinnen durch die beiden Kuratoren Dr. Barbara Fischer, Kunsthistorikerin und Mitglied des Kuratoriums des Fachbereichs Kunstpastoral und Dr. Alexander Heisig, Fachreferent für zeitgenössische Kunst und Kirche, sowie durch Dr. Ulrich Schäfert und Pfarrer Rainer Hepler vom Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising

Ausstellungsdauer: 
7. Juni bis 24. November 2019
täglich geöffnet von 8:30 – 17:00 Uhr
St. Paul, St.-Pauls-Platz 11
U4/ U5 Theresienwiese

Verantwortlich: Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising

Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.
Photos: © Johannes Seyerlein  

Gezeigt werden Werke von folgenden Künstlerinnen:

Birthe Blauth: 
bblauth.de

Patricija Gilyte: 
www.patricija-gilyte.net

Sarah Lehnerer: 
www.sarahlehnerer.de

Nina Annabelle Märkl: 
ninamaerkl.com

Lorena Herrera Rashid: 
www.galerie-schoettle.de,LorenaHerreraRashid

Susanne Wagner: 
www.susannewagner.com

Wir möchten Sie auf die Eröffnung der Ausstellung »Und wir sollten schweigen? – Künstlerinnen in St. Paul« der Kunstpastoral in St. Paul hinweisen, die einen innovativen Beitrag zum Thema »Künstlerinnen und Kirche« leistet. Die Ausstellung möchte der Stimme von Frauen heute Raum geben: Frauen, die in ihrer künstlerischen Arbeit die Lebenserfahrung von heute reflektieren und in ihren künstlerischen Positionen, die in Dialog mit Inhalt und Form des Kirchenraumes treten, neue Impulse setzen.

Die Kirche St. Paul empfiehlt sich dabei in vielfältiger Weise: als langjährig profilierter Standort für die Präsentation zeitgenössischer Kunst, als Raum, der großformatige, skulpturale und installative Arbeiten erlaubt und mit einem Kirchenpatron, dessen Haltung zur Frau gerade in jüngerer Zeit neu reflektiert wird.

Für dieses Ausstellungsprojekt konnten sechs renommierte und international tätige Künstlerinnen gewonnen werden, die sich in sehr unterschiedlicher Weise dem Thema und dem Ort nähern. Die explizit für diese Ausstellung neu entstandenen Werke treten mit der historistischen Architektur in Dialog (Nina Annabelle Märkl), stellen kirchliche wie gesellschaftliche Rollenbilder in Frage (Birthe Blauth, Patricija Gilyte, Susanne Wagner) und formulieren raumgreifende Interventionen (Sarah Lehnerer, Lorena Herrera Raschid). 

Zur Ausstellung 
Die Stellung der Frau innerhalb der Kunst ist ähnlich ambivalent wie innerhalb der katholischen Kirche. Obwohl der Anteil der Frauen in der Ausbildung an den Kunstakademien weit überwiegt, prägen nach wie vor männliche Künstler den Kunstbetrieb und erhalten die Preise; und wenn dann werden Künstlerinnen meist nur im Kontext von Malerei, Video oder kleinformatigen Sujets wahrgenommen. Ein vergleichbares Phänomen ist in der katholischen Kirche zu erkennen, deren gemeindlich-pastorales Leben ohne das Wirken der Frauen nicht denkbar wäre, aber in der kirchlichen Struktur erst seit dem II. Vatikanum langsam und in jüngerer Zeit stärkere Relevanz erfährt. Ursächlich für beide ist wesentlich das in Verbindung mit dem hl. Apostel Paulus stehende Wort von der »in der Kirche zu schweigen habenden Frau.« Dieses über knapp zwei Jahrtausende geltende Diktum hat nicht nur die Kirche geprägt, sondern auch die künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen stark eingeschränkt. Erst im zunehmend säkularisierten 20. Jahrhundert und vor allem mit der feministischen Bewegung der 60er und 70er Jahre konnten die verkrusteten Strukturen im Bereich der Kunst aufgebrochen werden. Mit dem »weiblichen Blick« sind neue Sichtweisen entstanden, deren bildnerische Umsetzungen für die Gesellschaft und damit auch für die Kirche von eminenter Bedeutung und hoher Aktualität sind.

Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Neue Video-Installation von Stefan Hunstein in St. Paul München mit Begleitprogramm

Eröffnung am Mittwoch, 13. Oktober 2021 um 19.00 Uhr in der Paulskirche
(St.-Pauls-Platz 11, München)
Mit  Pfarrer Rainer Hepler und Stefan Hunstein

Die Video-Installation ist bis 1. März 2022 dort zu sehen.
Öffnungszeiten St. Paul:
Täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr

Der Eintritt ist frei. 

Anfahrt:
U4/U5 Haltestelle Theresienwiese

Begleitend zur Dauer der Präsentation der Video-Installationwird es in St. Paul eine Reihe von TatOr tZeit.ANDACHTEN geben, auf die wir Sie besonders hinweisen möchten:

Einspirituelles Angebot mit Kunst für alle. Anstelle der Eucharistiefeiern mit Bildpredigten sonntags um 20.15 Uhr bietet die Kunstpastoral seit dem Pandemiejahr eine neue Form von Andachten an, bei denen die Künste stärker beteiligt sind. Sie sind bewusst ohne Ritual gehalten, um auch kirchlich Fernstehenden einen Zugang zu den Schätzen christlicher Spiritualität zu eröffnen, ohne ein Fremdheitsgefühl überwinden zu müssen. Man kann bei Musik, Texten, Betrachtungen und performativen Elementen „die Seele baumeln lassen“, so formulierte es eine Besucherin.   

Termine im Oktober und November  

So, 17.Oktober 2021 um 20.15 Uhr TatOrtZeit.Andacht
Rainer Hepler setzt sich mit der neuen Video-Installation von Stefan Hunstein auseinander
Musikalische Gestaltung: 
MiriamStröher, Oboe und Englisch Horn
Peter Gerhartz, Tasteninstrumente 

So, 24.Oktober 2021 um 20.15 Uhr
TatOrtZeit.Andacht
Frauen in derBibel – Teil 2
Anlässlich der neuen Video-Installation setzt Bettina Ullrich ihre künstlerische Auseinandersetzung mit biblischen Frauengestalten fort, musikalisch begleitet von Peter Gerhartz 

So, 7. November 2021 um 20.15 Uhr
TatOrtZeit.Andacht
Mit Ulrich Schäfert und Marion Mauer-Diesch (Frauenseelsorge) 

So, 14. November 2021 um 20.15 UhrTatOrtZeit.Andacht
Mit Stefan Hunstein    

Weitere Andachten in St. Paul sonntags um 20.15 Uhr 

So, 3. Oktober 2021 um 20.15 Uhr
Oktober.Fest
Wenn es schon ausfällt, dann gibt es heute wenigstens Dionysisches aus der Bibel, gelesen von Monika Manz: ein wenig Bier und viel Wein! 
Statt einer Wiesnkapelle: Zeitgenössische Musik von Kathrin Feldmann, Alt,und Peter Gerhartz, Tasteninstrumente  

So, 31. Oktober 2021 um 20.15 Uhr
„Die himmlischen Wohnungen“ von Reinhold Schneider, gelesen von Edmund Telgenkämper, Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele 
Drei Tage vorihrem Tod finden die Zisterzienser im Altenberger Dom eine geheimnisvolle weiße Rose auf ihrem Platz im Chorgestühl. Bis eines Tages ein junger Mönch mit diesem himmlischen Zeichen überfordert ist… 
Musikalische Gestaltung: 
Hugo Siegmeth, Saxophon 
Peter Gerhartz, Orgel      

Seit 2014 befindet sich die Video-Installation „Gegenwart …!“ des Künstlers Stefan Hunstein im Besitz der Münchner Paulskirche. Die Arbeit entstand 2008 für eine Ausstellung im Diözesanmuseum Freising. Eine Reihe von Videoportraits mit vom Leben gezeichneten Männergesichtern verharrt in geheimnisvoller Reglosigkeit. 

Seit 2016 zeigt der Künstler im Wechsel im rechten Seitenschiff die Installation „Zukunft“, bei der Kinder am Übergang zum Erwachsenwerden in stiller Betrachtung auf eine Lichtquelle konzentriert sind.
Am 13. Oktober 2021 wird nun der von Anfang an geplante dritte Teil „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ eröffnet: 
Unterschiedliche Frauenbilder jeden Alters und jeglicher Herkunft gehen in einem endlosen Zyklus auseinander hervor. Und wenn Gott doch eine Frau wäre? Das ist nur eine von vielen spannenden Fragen, zu denen dieses neue Werk einlädt.


Konzeption, Bildrechte: Stefan Hunstein
Kurator: Rainer Hepler, Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising 
Videobearbeitung: Peter Schultze

Eine Veranstaltung der Erzdiözese München und Freising (KdöR) vertreten durch das Ressort Seelsorge und kirchliches Leben, Fachbereich Kunstpastoral, Rainer Hepler 

Die Videoinstallation von Stefan Hunstein ist Teil der Lange Nacht der Museen
Am Sa, 16. Oktober 2021 um 18.00 – 00.00 Uhr
Tickets nurüber muenchenticket.de
Mehr Infos: https://www.muenchen.de/veranstaltungen/event/4378.html  


Pfarrer Rainer Hepler von der Kunstpastoral der Erzdiözese:

Für mich schließt sich mit dieser Eröffnung ein großer Bogen, der im Jahr 2000 begann, als wir in der Fastenzeit in der Basilika St. Bonifaz Stefan Hunsteins „12 Portraits“ zeigen konnten, geheimnisvoll schemenhafte Männerbilder in heiliger Anzahl. 

In St. Paul zeigte der Künstler dann 2005 einen schwarzen, spiegelnden Flügelaltar im rechten Seitenschiff zusammen mit einer Klanginstallation unter dem Titel „Perspektiven“. 

Und schließlich verwirklichte er 2008 in seiner Ausstellung „Gegenwart …!“ im Freisinger Diözesanmuseum eine Kombination dieser früheren Arbeiten in neuer Version zusammen mit acht Videos von männlichen Charakterköpfen am Übergang von der Fotografie zum bewegten Film. Sie betrachteten die Betrachtenden, die zuerst oft gar nicht merkten, dass die Fotos „lebten“. 

2014 kam die Arbeit mit sieben Videos und den beiden Spiegeln aus der Ausstellung nach St. Paul und ging in den Besitz der Pfarrei über und wurde viel diskutiert. 
Bereits 2016 erweiterte Stefan Hunstein das Spektrum durch die Installation „Zukunft“, bei der in den vorhandenen Bildschirmen Kinder zu sehen sind, am Übergang zum Erwachsenwerden, auf ein helles Licht konzentriert.

Und jetzt folgt der von Anfang an geplante dritte Teil: „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, bei der Bilder von Frauen jeglichen Alters und jeglicher Herkunftfort während auseinander hervorgehen. 
Der Titel beinhaltet die Übersetzung des alten lateinischen Gebetsschlusses „insaecula saeculorum“. Und das meinte ja eben nicht ein Ende des Gebets, sondern dessen unendliche Fortdauer in Gott, bei dem alles aufgehoben ist. So ist das für mich jetzt auch kein Abschluss einer Trilogie, sondern eine organische Entwicklung, bei der auch das eine aus dem anderen irgendwie hervorgegangen ist. 

Eigentlich möchte ich dazu sonst noch gar nichts sagen und nichts vorwegnehmen, weil der eigene Eindruck zählt und weil ich weiß, dass das Zeit braucht, einsickern muss und erst nach und nach in einem selbst etwas bewirkt. Wahrscheinlich werde ich dann auch die früheren Arbeiten noch einmal in einem anderen Licht sehen. Und sicher wird damit auch mein und unser Glaube wieder neue Aspekte erfahren. Einstweilen bin ich erst mal freudig gespannt.


Mehr Informationen zu den beiden ersten beide Teilen der Video-Trilogie finden Sie hier: 

Gegenwart…! 
Installation von Stefan Hunstein
Eröffnung am 26. Juni  2014 
Mehr Infos hier: /gegenwart/  

„Zukunft“
Videoinstallation von Stefan Hunstein
Eröffnung am 29. September 2016
Mehr Infos hier: /zukunft/